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Von Zweien, die nach Australien reisten, um Abenteuer zu erleben

„Das Paradies auf Erden“

Ochtrup

Einmal im Leben die Welt bereisen und dabei fremde Orte, wunderschöne Landstriche und die unterschiedlichsten Kulturen kennenlernen. Diesen Traum haben sich die Töpferstädter Niklas Steiner und Lars Uesbeck erfüllt. Ende 2016 reiste Niklas Steiner zunächst alleine in die große weite Welt, bevor ihm Lars Uesbeck dann wenig später folgte. Gemeinsam erlebten die beiden Ochtruper so manches Abenteuer – lernten aber auch einiges fürs Leben.

Rike Herbering

Am Mount Warning im Tweed Valley im äußersten Norden von New South Wales haben die Ochtruper Niklas Steiner und Lars Uesbeck sehr viel Zeit während ihrer Australien-Reisen verbracht. Foto: Niklas Steiner

Fernweh

„Eigentlich sollte meine Reise nur ein Jahr dauern – daraus wurden aber schnell zwei“, erzählt Niklas Steiner schmunzelnd. Genau wie seinen Reisepartner Lars Uesbeck hatte den damals 23-jährigen damals das Fernweh gepackt. So reiste er zunächst durch Asien, bevor es ihn nach Down Under zog. Ganz im Sinne des Programms „Work & Travel“ verdiente er während seiner Reise entlang der australischen Ostküste Geld durch die verschiedensten Tätigkeiten, wobei das Reisen natürlich nicht zu kurz kam.

„Lars und ich kommen beide aus dem Handwerk, sodass uns zahlreiche Jobs offenstanden“, erklärt Niklas Steiner. Während ihres Aufenthaltes haben die beiden die Erfahrung gemacht, dass deutsche Arbeitskräfte auf dem roten Kontinent von Arbeitgebern aufgrund der ihnen zugeschriebenen Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit generell sehr beliebt sind. Deshalb schätzen sie die Jobmöglichkeiten für Reisende aus Deutschland auch als gut ein.

Unberührte Natur und vor allem das Meer

„Australien ist wirklich das Paradies auf Erden“, schwärmen die beiden Weltenbummler noch heute. „Das Schönste an der Reise war die meist unberührte Natur und dabei vor allem das Meer“, sind sich die beiden einig. Und ebendieses Meer spielte für die zwei auch während ihres Aufenthalts in Australien eine wichtige Rolle. So lebten die jungen Männer zeitweise auch in Byron Bay, einem insbesondere für seine Surfkultur bekanntem Ort. „Vor und nach der Arbeit konnte man immer ins Wasser und eine Runde surfen gehen. Das ist natürlich ein ganz anderes Lebensgefühl als in Deutschland“, erklärt Niklas.

Einen Haken hatte das Abenteuer Down Under aber dennoch: Aufgrund der Zeitverschiebung war der Kontakt zu ihren Angehörigen in Deutschland für die beiden Ochtruper nicht immer einfach. Heimweh hatten die beiden allerdings nicht. Ganz im Gegenteil: In Australien sind die beiden erwachsen geworden. Dort hätten sie erst ihre Selbstständigkeit gelernt, steht für die Globetrotter fest. So kamen die beiden jungen Männer auch mal getrennt voneinander klar, als Niklas nach dem Ablauf seines australischen Work-and-Holiday-Visums einen einmonatigen Abstecher nach Bali einlegte, um dann – ausgestattet mit einem Touristenvisum und einem neuen Surfbrett – für drei Monate wieder nach Down Under zurückzukehren.

Und heute. Würden sie wieder nach Australien reisen? Diese Vorstellung behagt den beiden sehr. „Ich würde auch ganz dableiben“, lacht Niklas Steiner. Da er noch ein Auto, ein Motorrad und Werkzeuge in Australien hat, werde er sowieso irgendwann noch einmal auf den roten Kontinent reisen. „Für einen ausgedehnten Winterurlaub“, ergänzt sein Reisepartner Lars Uesbeck schmunzelnd.

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