Ökumenischer Kirchentag digital und in Ochtrup

Ermutigende Schritte aufeinander zu

Ochtrup

Anlässlich des ökumenischen Kirchentages soll auch in Ochtrup im Rahmen der erlaubten Möglichkeiten gefeiert werden. Dazu laden die beiden Kirchengemeinden zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Marienkirche ein. Zudem gibt es jede Menge digitale Angebote.

Martin Fahlbusch

Anlässlich des ökumenischen Kirchentages in Frankfurt laden die beiden Kirchengemeinden in Ochtrup zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die Marienkirche ein. Foto: Anne Steven

Die Vorfreude bei Pfarrerin Imke Philipps von der evangelischen Kirchengemeinde und Pastoralreferentin Anja Möller von der Pfarrei St. Lambertus ist groß. Am Samstag (15. Mai.) laden sie ab 18 Uhr mit Blick auf den dritten Ökumenischen Kirchentag, der von Donnerstag bis Sonntag (13. bis 16. Mai) in Frankfurt stattfindet, alle Menschen zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die Marienkirche ein.

Zwar haben sich die Verantwortlichen in der Evangelischen Landeskirche Westfalen in Zeiten der sich seit Weihnachten wieder ausbreitenden Corona-Infektionen bis dato gegen jegliche Präsenz-Gottesdienste entschieden, „aber digital wirkt das nicht so richtig. Es fehlt das gemeindliche, fassbare, spürbare Leben“, findet Imke Philipps.

Ökumenisches Miteinander ist kein Fremdwort

Für Anja Möllers aus dem Seelsorgeteam der katholischen Kirchengemeinde St. Lambertus ist diese geplante Veranstaltung am dritten Mai-Samstag ein weiteres und ermutigendes Zeichen einer lebendigen Ökumene vor Ort. „Ökumenisches Miteinander ist bei uns überhaupt kein Fremdwort und wir unternehmen immer wieder ermutigende Schritte der christlichen Gemeinsamkeit“, betont sie im Pressegespräch.

An der Gestaltung des ökumenischen Gottesdienstes in der Marienkirche „unter allen geltenden Corona-Hygieneregeln sowie Masken, Abstand und Anstand“ werden neben den beiden Seelsorgeteams auch Organist Tomasz Lutszctek und ein kleiner Projektchor um Sabine Klups-Baller, der in einem Seitenschiff platziert wird, engagiert mitwirken. „Auch der Christliche Posaunenchor, der wieder eine fast schon traditionelle Kirchentag-Fanfare vorbereitet hat, wird digital dabei sein“, weiß Imke Philipps.

Der ökumenische Gottesdienst, zu dem die beiden christlichen Gemeinden alle Interessierten einladen, wird das Motto des dritten Ökumenischen Kirchentags „Schaut hin“ (Mk 6,38) aufgreifen. Zeitlich ist die Parallelität zu den Gemeindegottesdiensten in Frankfurt gewollt. Mit Blick auf verschiedene Irritationen, die es bei anderen derartigen Anlässen in der Vergangenheit vor allen Dingen bei Eucharistie- und Abendmahl-Elementen gegeben hat, lädt dort die eine christliche Gemeinde die andere ein, um „ökumenisch sensibel“ gestaltete Gottesdienste zu feiern.

Gottesdienst mit Agape-Mahl

„Wir haben uns für einen Gottesdienst mit einem Agape-Mahl, einem sogenannten Liebesmahl, das Glauben und Alltag verbindet, entschieden. Das gemeinsame Essen ist dabei durchaus eine rituelle Handlung, die die Gemeinschaft besonders betont und würdigt“, hebt Anja Möllers hervor.

Übrigens, das Motto des Ökumenischen Kirchentages „Schaut hin“ kann man auch ganz praktisch verstehen. Wegen der Corona-Pandemie muss das Ereignis in aller Regel „digital und dezentral“ stattfinden und kann „in Zeiten des Virus“ einfach keine Großveranstaltung sein.

„Auch wir hier in Ochtrup haben auf eine gemeinsame Fahrt nach Frankfurt verzichten müssen, laden aber jeden ein, sich auf der Homepage des Kirchentages über die wahre Flut von zumeist digital organisierten Programmpunkten zu informieren, diese wahrzunehmen und sich am liebsten auch zu beteiligen“, betont Imke Philipps. „Im Angebot sind Gottesdienste, Dialogveranstaltungen mit Politikern und Kirchenvertretern, aber auch Workshops im Internet, Experimentierlabore für Kirche und Gesellschaft sowie Online-Sprechstunden“, macht Imke Philipps neugierig auf die digitalen Veranstaltungen.

Für die Organisation des ökumenischen Kirchentages in Ochtrup laufen die Fäden bei Pfarrerin Imke Philipps (r.) von der evangelischen Kirchengemeinde und Pastoralreferentin Anja Möllers von der Pfarrei St. Lambertus zusammen. Foto: Martin Fahlbusch
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