Aktion Schulradeln startet

Im Klassenverband für ein besseres Klima

Ochtrup

Für die Aktion Schulradeln haben sich bereits rund 100 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Die Organisatoren der OST hoffen, dass es bis Mittwoch noch viele mehr werden. Warum das wichtig ist, erzählen Marlen Hutzenlaub und Barbara Plenter.

Alex Piccin

Marlen Hutzenlaub (l.) vom Jugendparlament und Barbara Plenter von der Verbundsparkasse Emsdetten-Ochtrup rühren die Werbetrommel für das Schulradeln. Foto: Alex Piccin

Nur noch wenige Tage, dann dürfen auch Schülerinnen und Schüler für Klimaschutz, Ruhm, Ehre und etwas Geld für die Klassenkasse in die Pedale treten: Das Schulradeln startet (analog zum Stadtradeln, wir berichteten) am Donnerstag (13. Mai). Etwa 100 Schüler haben sich, Stand Montagmittag, bereits angemeldet. Die Verbundsparkasse Emsdetten-Ochtrup unterstützt das Projekt finanziell. Marlen Hutzenlaub aus dem Jugendparlament und Barbara Plenter vom Geldinstitut nennen gute Gründe, daran teilzunehmen .

Marlen, sind dein Jahrgang und du auch mit von der Partie?

Marlen Hutzenlaub: Da wir nicht wussten, ob auch Oberstufenkurse teilnehmen können, noch nicht. Aber wir haben jetzt grünes Licht bekommen und melden uns kurzfristig an. Von vielen Klassen habe ich Ähnliches gehört.

Beim Distanz- und Wechselunterricht fehlt oftmals der Schulweg als Fahrtstrecke. Ist das ein Problem?

Hutzenlaub: Es gibt viele, die auch privat gerne mit dem Fahrrad fahren. Lehrer binden das auch gerne in den Sportunterricht mit ein oder es wird als Abwechslung in den Unterrichtspausen genutzt.

Gilt das Fahrrad bei Jugendlichen nur als ein Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu kommen, oder fahren sie auch freiwillig Strecken?

Barbara Plenter: Früher war das tatsächlich so. Wir sind in den Ferien mit der Familie und Freunden auf dem Fahrrad von Jugendherberge zu Jugendherberge geradelt. Das waren unvergessliche Urlaube.

Hutzenlaub: In Ochtrup ist es so, dass man mit dem Rad überall gut hinkommt. Aber ich mache auch gerne längere Touren. Im vergangenen Jahr war ich mit eine Freundin zum Beispiel bei Else am See in Schüttorf.

In Coronazeiten sind Gruppenfahrten nicht erlaubt. Erschwert dies das Projekt Schulradeln?

Hutzenlaub: Das denke ich nicht. Vielleicht ist es sogar schöner, wenn man nur zu zweit unterwegs ist. Das habe ich auch schon häufiger so gemacht.

Ist Ochtrup eine fahrradfreundliche Stadt?

Plenter: Ich fahre hier gerne Rad. Auch wenn man aus Ochtrup kommt, gibt es immer wieder Neues zu entdecken.

Hutzenlaub: Ja, besonders in den Bauerschaften. Sofern es die Beschränkungen zulassen, kann man die Ausfahrt gut mit einem Ziel kombinieren.

Kann das Schulradeln ein Ansporn sein, auf Elterntaxis zu verzichten?

Hutzenlaub: Bei uns am Gymnasium ist das eher selten der Fall. Aber vor unserem Haus habe ich beobachtet, dass sich morgens viele Eltern mit den Kindern auf dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule machen.

Plenter: Es geht auch darum, den Menschen bewusst zu machen, das auf das Auto verzichtet werden kann. Das klappt offenbar, denn ich höre immer häufiger: „Ich habe mir ein neues Fahrrad gekauft.“ Das Schulradeln kann den Zusammenhalt fördern und spornt gerade im Klassenverband an.

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