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Feuerwehreinsatz bei Hewitech

Maschinenbrand löst Großeinsatz aus

Ochtrup

Großalarm für die Freiwillige Feuerwehr Ochtrup am Donnerstagmittag. Die Einsatzkräfte aller vier Löschzüge wurden um 12.57 Uhr zur Firma Hewitech am Lan­genhorster Bahnhof gerufen. In dem kunststoffverarbeitenden Betrieb war eine Maschine in Brand geraten.

mfa/stev

Zu einem Einsatz am Langenhorster Bahnhof rückte die Freiwillige Feuerwehr am Donnerstag Foto: mfa

Beim Eintreffen vor Ort fanden die Einsatzkräfte bereits eine massive Rauchentwicklung vor. „Die Rauchsäule war schon von Weitem zu sehen“, berichtete Leon Gesenhues von der Freiwilligen Feuerwehr. Elf Hewitech-Mitarbeiter hatten zu diesem Zeitpunkt bereits versucht, die Flammen mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Eine kunststoffverarbeitende Maschine war aus ungeklärter Ursache in Brand geraten. Zudem hatten Kunststoffteile Feuer gefangen.

Löschangriff unter Atemschutz

Während die Feuerwehr einen ersten Löschangriff startete und unter Atemschutz in das Gebäude vordrang, erhöhte Einsatzleiter Andreas Leusing die Alarmstufe auf „Massenanfall von Verletzten“. Die nachgeforderten Kräfte des Rettungsdienstes – insgesamt sechs Rettungs- und zwei Krankentransportwagen sowie drei Notärzte – kümmerten sich um die elf Mitarbeiter, die leichte bis mittelschwere Verletzungen davontrugen. Wie Gesenhues mitteilte, hatten sie bei ihren Löschversuchen zumeist Rauchgas eingeatmet und wurden deshalb zur Beobachtung in Krankenhäuser transportiert.

Zügig brachten die Feuerwehrleute derweil den Brand und die erhebliche Qualmentwicklung unter ihre Kontrolle. Gegen 13.15 Uhr rückten erste Einsatzkräfte wieder ab. Die Wasserversorgung wurde über umliegende Hydranten und Schlauchleitungen gewährleistet. Sicherheitshalber hatte Andreas Leusing die Einrichtung einer Riegelstellung in Auftrag gegeben. Damit wäre es der Feuerwehr bei einem Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile möglich gewesen, schnell zu reagieren, erklärte Gesenhues die Maßnahme.

Kontaminiertes Löschwasser

Das kontaminierte Löschwasser wurde mittels eines Spülwagens einer Spezialfirma größtenteils aufgenommen und abtransportiert. Auch die Stadtwerke seien informiert worden. Die Feuerwehr hatte kurzfristig Anwohnerinnen und Anwohner aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Es habe sich aber herausgestellt, dass die Schadstoffmengen gering waren und keine Gefahr bestanden habe.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit etwa 120 Einsatzkräften vor Ort. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Feuerwehr geht von einer Schadenshöhe im sechsstelligen Euro-Bereich aus. Nach circa vier Stunden seien die Rettungskräfte wieder einsatzbereit gewesen, so Gesenhues.

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