Geldstrafe für 24-jährigen Ochtruper

Mit 1,26 Promille auf der B 54

Ochtrup/Steinfurt

Weil er mit 1,26 Promille Alkohol im Blut einen Unfall auf der B 54 verursacht hatte, saß ein 24-jähriger Ochtruper am Dienstag auf der Anklagebank des Amtsgerichts Steinfurt.

Norbert Hoppe

Weil er alkoholisiert Auto gefahren ist, musste sich ein 24-jähriger Ochtruper vor dem Amtsgericht Steinfurt verantworten. Foto: Mike Oelerich

„Ich bin so froh, dass nichts passiert ist und niemand zu Schaden gekommen ist.“ Ein ganzes Stück Erleichterung schwang mit, als der Angeklagte sein letztes Wort sagen durfte. Ein 24 Jahre alter Ochtruper war am Dienstag vor dem Amtsgericht Steinfurt angeklagt, im betrunkenen Zustand mit einem Pkw die Bundesstraße 54 befahren zu haben.

Unfall unter Alkoholeinfluss

Am 10. Oktober, so hieß es in der Anklage der Staatsanwaltschaft, war der Beschuldigte zwischen Ochtrup und Burgsteinfurt unter Alkoholeinfluss mit einem Opel Astra unterwegs, was der Ochtruper vor Gericht sofort und ohne Einschränkungen zugab. Wie er einräumte, habe er an diesem Abend bei einem Freund etwas getrunken und am späteren Abend noch Appetit verspürt. So setzte er sich ins Auto und wollte in Burgsteinfurt noch etwas zu essen besorgen. „Ich habe mich sehr über den hohen Alkoholpegel erschrocken und ich weiß, dass ich nicht fahren darf, wenn ich Alkohol getrunken habe“, so seine Aussage vor der Amtsrichterin. Immerhin wurde bei der Blutprobe ein Alkoholgehalt von 1,26 Promille festgestellt.

In diesem Zustand verursachte der 24-Jährige einen Unfall. Er wollte einem Stein ausweichen, habe das Steuer verrissen und sei auf den Grünstreifen geraten. Anschließend überfuhr er die metallene Leitplanke wobei an dem Auto, einem Dienstfahrzeug, ein Totalschaden entstand.

Versicherung verlangt gezahlte Leistungen zurück

Der Auszug aus dem Bundeszentralregister wies keine Eintragungen auf, was sich bei der Höhe des Urteils positiv für den Angeklagten auswirkte. Zudem habe er bereits einen hohen finanziellen Eigenschaden zu tragen, denn die Versicherung habe von ihm die Erstattung der gezahlten Leistungen an den Eigentümer gefordert. Da sein Führerschein seit dem Vorfall eingezogen war, musste er zudem seine Arbeitsstelle im Außendienst aufgeben.

Wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und der möglichen Gefährdung anderer Autofahrer auf der B 54 verurteilte die Richterin den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 50 Euro. Außerdem wird ihm sein Führerschein erst in fünf Monaten wieder ausgehändigt. Damit entsprach die Richterin im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwältin. Zum Schluss überwog beim Verurteilten das beruhigende Gefühl, dass außer dem materiellen Schaden kein Mensch verletzt wurde.

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