Straße im Gewerbegebiet Nord II bekommt Namen

Enapter liegt künftig an der „Energiewende“

Saerbeck

Der Name der Straße, die zu Enapter führt, dem Unternehmen, das im Gewerbegebiet Nord II eine große Produktionsstätte für Elektrolyseure errichten will, steht so gut wie fest. Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich mit großer Mehrheit für den Namen Energiewende ausgesprochen. Nur die UWG war dagegen. Sie wollte, dass die Straße nach Jules Verne benannt wird, dem französischen Schriftsteller.

Katja Niemeyer

Die Straße im Gewerbegebiet Nord II, die zu dem Grundstück des Elektrolyseur-Herstellers führt, wurde inzwischen asphaltiert und endet in einer Sackgasse. Foto: Katja Niemeyer

Der Name der Straße, die zu Enapter führt, dem Unternehmen, das im Gewerbegebiet Nord II eine große Produktionsstätte für Elektrolyseure errichten will, steht so gut wie fest. Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag mit großer Mehrheit für den Namen „Energiewende“ ausgesprochen.

Nur die UWG war dagegen. Sie wollte, dass die Straße nach Jules Verne benannt wird, dem französischen Schriftsteller, der unter anderem bekannt ist durch seinen 1864 erschienenen Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“.

Endgültig muss aber noch der Rat in seiner nächsten Sitzung über die Namensvergabe abstimmen.

„Energiewende“ hatte nicht nur die Firma Enapter vorgeschlagen, auch zwei Saerbecker Bürger halten den Begriff offenbar für passend. Sie waren wie viele andere auch dem Aufruf der Verwaltung an die Bevölkerung gefolgt, ihre Ideen für einen Straßennamen einzureichen. Insgesamt 40 Bürger hatten ihre Vorschläge eingereicht, einige hatten gleich mehrere Alternativen geliefert, so dass der Verwaltung am Ende 60 Namen vorlagen.

Eine ganze Reihe davon sind große Namen von verstorbenen Persönlichkeiten wie Marie Curie, die 1911 den Nobelpreis für Chemie erhielt, und Thomas Alva Edison, Inhaber von mehr als tausend Patenten. Bei anderen Vorschlägen wurde ein Bezug zu Enapter und dessen Fertigung von Elektrolyseuren, mit denen Wasserstoff produziert wird, hergestellt: Enapter H2 (Abkürzung für Wasserstoff, Anm. d. Red.) zum Beispiel sowie Enapter-Electrolysers und Enapter-Energy-Source Street.

In anderen Einsendungen wurde das Thema Wasserstoff thematisiert. Die Vorschläge reichen von Energie über verschiedene Varianten von Hydrogen bis zu Knallgas. Wieder andere Ideen haben einen Innovationsbezug wie Allee in die Zukunft und Große-Umwelt-Zukunft. Und einige Bürger wollen schließlich Planetennamen wie Jupiter und Saturn auf dem Straßenschild lesen.

Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg zeigte sich erfreut über die große Resonanz. Über zwei Wochen, sagte er im Vorfeld der Sitzung, seien Vorschläge bei der Verwaltung eingetrudelt. Lehberg hatte in der vergangenen Ratssitzung angeregt, einen Aufruf zu starten, um Ideen zu sammeln.

Dass die Straße, die zu dem Grundstück von Enapter führt und in einer Sackgasse endet, Energiewende heißen wird, begrüßt er. Weil der Begriff auf die Sackgasse am Ende der Straße anspielt. Aber auch, weil Ausländer das Wort zumeist gut aussprechen könnten. In anderen Ländern, sagt Lehberg, sei mitunter von der „German Energiewende“ die Rede.

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