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Warum die St.-Georg-Gemeinde die Stelle eine Verbundleiterin geschaffen hat

Entlastung für Kitas und Vorstand

Saerbeck

Das Thema Verbundleitung ist im Bistum Münster nicht neu. Die Verbundleiterin wäre der zweite Neuzugang in diesem Jahr.

Katja Niemeyer

Für Eltern und Kinder ändert sich nichts: Die Leiterinnen der St.-Marien-Kita und der Regenbogen-Kita geben nur einen Teil ihrer Führungsaufgaben ab, die künftig eine Verbundleiterin übernehmen wird. Die Stelle hat die St.-Georg-Gemeinde neu geschaffen. Foto: Niemeyer

Während das Gebäude der Regenbogen-Kita neben der Friedhofskapelle immer weiter Form annimmt, hat die St.-Georg-Pfarrgemeinde eine neue Stelle ausgeschrieben. Für die Verbundleitung der beiden katholischen Kindertagesstätten in Saerbeck – neben der Regenbogen-Kita gehört dazu auch die St.-Marien-Einrichtung – sucht sie eine pädagogische Fachkraft.

Der Job ist seit einigen Wochen ausgeschrieben. Laut Georg Teigeler, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, sind bereits eine ganze Reihe von Bewerbungen eingegangen.

Mit der neuen Leitungsstruktur soll die Arbeit in den beiden Einrichtungen optimiert werden, erläutert Teigeler. Die Leiterinnen der Regenbogen- sowie der St.-Marien-Kita geben dafür Führungsaufgaben ab. Aber: „Sie bleiben das Gesicht der jeweiligen Kita“, betont Pastoralreferentin Anja Daut. Künftig hätten sie allerdings mehr Zeit für die Arbeit mit Kindern, ergänzt sie.

Aber nicht nur die Kita-Leiterinnen sollen entlastet werden. Auch den Kirchenvorstandsmitgliedern nimmt die neue Mitarbeiterin vor allem Verwaltungsaufgaben ab. „So habe ich dann zum Beispiel mehr Zeit für die seelsorgerische Arbeit“, erläutert Daut.

Laut Stellenausschreibung soll die Verbundleiterin zukünftig Verantwortung für die Bereiche Personal, pädagogische Ausrichtung der Tageseinrichtungen, Finanzen, Verwaltung und Organisation übernehmen. Außerdem trägt sie Sorge für das Qualitätsmanagement, die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz. Ansprechpartner der neuen Führungskraft sind die katholischen Gemeinde als Träger der Kitas, die Zentralrendantur, die Kirchenvorstände und pastoralen Gremien sowie das Jugendamt.

Entsprechend hoch sind die Anforderungen: Erwartet werden ein abgeschlossenes Studium zur Diplom-Sozialpädagogin mit mindestens zweijähriger pädagogischer Berufserfahrung oder eine Ausbildung als Erzieherin mit mehrjähriger Berufserfahrung in der Leitung einer Tageseinrichtung für Kinder. Außerdem Kenntnisse im Bereich Personalführung, Qualitätsmanagement und Betriebswirtschaft sowie religionspädagogische Kompetenz und eine Identifizierung mit den Zielen und Grundsätzen der katholischen Kirche.

Das Thema Verbundleitung ist im Bistum Münster nicht neu. 2010 war dazu eine Pilotphase gestartet worden. Danach begann die Einführung bistumsweit. In den Münsteraner Stadtteilen Hiltrup und Amelsbüren sind zum Beispiel vier Kitas zu einem Verbund zusammengeschlossen, in der Großpfarrei in Münsters Westen sind es gar sechs Einrichtungen.

Der Saerbecker Verbund umfasst die beiden Kindergärten mit insgesamt sieben Gruppen und zurzeit rund 115 Kindern. Die Stelle ist zunächst bis zum 31. Juli 2023 befristet.

Die Verbundleiterin wäre der zweite Neuzugang in diesem Jahr. Im Februar hatte, wie berichtet, eine Verwaltungsreferentin ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist angestellt bei der Zentralrendantur des Verbandes der katholischen Kirchengemeinden im Dekanat Steinfurt, erledigt stundenweise aber auch für St. Georg Verwaltungsaufgaben.

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