Stadtradeln startet heute

Mit einem Lächeln zur Arbeit

Saerbeck

In den nächsten Wochen ist Radfahren angesagt, egal wie das Wetter wird, an jedem Arbeitstag und auch am Wochenende.

wn

Will als Stadradel-Star bis zum 3. Juni bei Wind und Wetter mit dem Rad zur Arbeit fahren: Jens Keblat. Foto: Gemeinde Saerbeck

Ideales Radfahrwetter. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Der Wind weht zwar vormittags ein bisschen kräftiger und für den Nachmittag sind Schauer vorhergesagt, aber das kann Jens Keblat nicht erschüttern – und aufhalten schon mal gar nicht. In den nächsten Wochen ist Radfahren angesagt, egal wie das Wetter wird, an jedem Arbeitstag und auch am Wochenende. Denn: Jens Keblat ist der Stadtradel-Star 2021 der Klimakommune. Das bedeutet: Er ist das Gesicht der Aktion, führt darüber ein Internet-Tagebuch (Blog) und vor allem: Er verzichtet von heute (13. Mai) bis zum 3. Juni auf das Auto.

„Wie bin ich darauf gekommen? Ich kannte die Aktion natürlich aus der Zeitung“, erzählt Keblat, der in Mesum lebt und im Grünen Zentrum in Saerbeck arbeitet und sich beim Betriebshilfsdienst und Maschinenring Steinfurt-Bentheim unter anderem um Marketing kümmert.

Keblat mag Herausforderungen – und die des Stadtradel-Stars ist eine, wie er sagt, „bei der man nur gewinnen kann.“ Unterwegs sein in der Natur, Kilometer sammeln für den Klimaschutz, der sportliche Wettbewerb mit den Kollegen und die Gelassenheit, die der Weg zur Arbeit ohne Stau und Stress mit sich bringt, das sind seine Beweggründe fürs Mitmachen. „Ich genieße jede Fahrt, erlebe unsere Maschinenring-Themen Landwirtschaft und Energiewende hautnah und das Schönste: Man trifft immer häufiger auf Gleichgesinnte mit einem Lächeln im Gesicht, wodurch in Zeiten des Social Distancing ein neues Gemeinschaftsgefühl entsteht, das mich antreibt“, so Keblats Statement.

In dieser Woche geht es also los. Die Strecke Mesum-Saerbeck steht auf dem Plan, Keblat hat sie schon ein paar Wochen lang getestet. Es geht über Pättkes zwischen Felder und Wiesen, an der Ems entlang, am Hermeler See. Fünfzehn Kilometer hin, fünfzehn Kilometer zurück. Das Dienst-Pedelec sorgt für den nötigen Schub.

30 Minuten braucht Keblat, der sich auf schönes Fahrradwetter freut, aber auch die Wechselfälle des Radlerlebens einkalkuliert hat. „Regenhose, Regenjacke, eine Jeans zum Wechseln, das kommt in die Satteltaschen.“ Zwar könnte der Stadtradel-Star auf Bus und Bahn ausweichen, wenn das Wetter richtig fies wird, „aber dann würde ich mit dem Fahrrad zum Bahnhof in Mesum fahren und wäre auch nass.“ Und außerdem ist ja da die Herausforderung… Die teilt er mit den Kollegen aus dem Maschinenring. 15 Radelnde haben sich schon angemeldet und wollen viele Kilometer machen für den Klimaschutz. Im Augenblick liegt das Maschinenring-Team damit ganz vorn, was Mannschaftsstärke angeht. Keblat ist gespannt, wie viele Kilometer nach drei Wochen zusammenkommen. In dieser Zeit bleibt der Wagen in der Garage. Mit einer Ausnahme, die im Rahmen der Aktion abgesprochen ist: Keblat ist aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rheine (Löschzug Mesum). Wenn der Alarm geht, darf er ein Auto benutzen.

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