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Badesaison 2021 kann starten

Warten auf den Startschuss

Saerbeck

Am Samstag lag der Inzidenzwert für den Kreis Steinfurt erstmals unter 100, so auch am Sonntag. Sollte dieser Trend für mindestens fünf aufeinander folgenden Tagen anhalten, dann kann es schon bald ganz schnell losgehen.

Luca Pals

Sie sorgen dafür, dass es bald wieder los gehen kann: Florian Schulte, Julia und Andrea Fischer und Dietmar Menke (von links) hoffen auf einen Start in den kommenden Wochen. Foto: Luca Pals

Eigentlich könnte es losgehen. Der Strand lädt zum Sonnen ein, die Rasenflächen sind gemäht und die Absperrlinien im Wasser trennen den Bereich der Schwimmer von den Nichtschwimmern ab. Eines wird klar: Am Team von Wasser und Freizeit scheitert es nicht, Andreas Fischer mit Familie und Co sind seit Mittwochabend fleißig am Werkeln und konnten schon am Samstagvormittag verkünden: „Wir sind fertig. Wir können die Türen aufmachen.“ Aber halt: Schwimmhose, Handtuch und Sonnencreme müssen noch ein bisschen liegen bleiben – es scheitert einzig und alleine am Inzidenzwert.

Und so steht man am Saerbecker Badesee aktuell im Warteraum. Am Samstag lag der Inzidenzwert für den Kreis Steinfurt erstmals unter 100, so auch am Sonntag. Sollte dieser Trend für mindestens fünf aufeinander folgenden Tagen anhalten, dann kann es schon bald ganz schnell gehen und das Schild am Eingang zum Badesee abgehangen werden.

Dieses informiert die Gäste nämlich über den aktuellen Stand und macht Hoffnung, dass die noch geschlossenen Türen bald geöffnet werden können. Andreas Fischer, der seit seinem 15. Lebensjahr – damals, Anfang der 80er Jahre noch als Aushilfe – am Badesee tätig ist und der diesen schon längst als zweites Zuhause bezeichnet, ist guter Dinge: „Mit der Gemeinde war ein Start eigentlich für heute geplant. Noch geht es nicht, mit eine Öffnung zu Pfingsten wird denke ich eng. Aber zu Fronleichnam könnte ich mir das sehr gut vorstellen.“ Kollege Dietmar Menke, Frau Hetrud und die beiden Töchter Julia und Lena stimmen dem zu und freuen sich schon auf einen Sommer voller Sonne, Strand, See und dem einen oder anderen Eis am Kiosk.

Dieser wird von der Gemeinde betrieben und mit dem Einhalten des Abstandes und des Tragens von Masken für die Gäste vieles anbieten können. So war es auf jeden Fall im vergangenen Jahr. Für den Badesee ist es ja bereits der zweite Corona-Sommer.

Dass in diesem genug Gäste kommen werden, sind sich alle sicher. Fischer: „Ich habe, seitdem wir hier aufbauen, schon mindestens alle Stammgäste und viele andere vorne am Zaun getroffen. Alle wollen wissen, wie es weitergeht und wann sie endlich zu uns kommen können.“ Zumindest das Wetter sollte sich neben der Pandemie-Lage noch verbessern, am Samstagvormittag lockte der Regen lediglich die Karpfen an die Oberfläche.

Und wenn es wieder losgehen kann – der Badesee geht dann in seine 46. Saison – hofft Fischer auch, dass der „Aqua Park“ aufgebaut werden kann: „Wir haben für die 14 Quadratmeter große Spielinsel der Gemeinde ein Konzept vorgelegt. Das muss noch abgesegnet werden.“ Der Plan sieht vor, dass lediglich drei Personen gleichzeitig auf dieser spielen können. Der Zugang ist dann nur mit einer leuchtenden Schwimmweste möglich.

Am Eingang zum Badesee wird es laut Fischer wie im vergangenen Jahr kleine Chips für jeden Badegast geben. Diese beschränken die Gastzahlen, die sich in der Spitze nicht über 400 gleichzeitig bewegen sollen. Neu in diesem Jahr ist der Einsatz der Luca-App. Von dieser erhoffen sich die Verantwortlichen – zu dessen Team insgesamt 44 Personen zählen – weniger Bürokratie und Papierkram, dafür mehr Zeit für andere Aufgaben.

Und natürlich auch für entspannte Zeiten in der Sonne – am Saerbecker Badesee.

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