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Saisonstart am Badesee Saerbeck

Wasser: 12 Grad, Luft: 13 Grad

Saerbeck

Noch nicht wie sonst sind die Bedingungen, unter denen der Badesee öffnet. Solange die Corona-Inzidenz zwar unter 100, aber noch nicht stabil unter 50 liegt, öffnet der See für den Sportbetrieb, also für das Schwimmen und sonst nichts. Am Samstag trauten sich die ersten Hartgesottenen ins kühle Nass.

wn

Claus Robert Mertes, der erste Wachleiter der Saison aus dem Team des Vereins Wasser+Freizeit am Saerbecker Badesee. Foto: Gemeinde Saerbeck

Wasser 12 Grad, Luft 13 Grad, Wolken und Regen: So richtig einladend war der Tag des Saisonstarts am Badesee nicht. Bis zum Nachmittag ließen sich zwei Schwimmer davon nicht abhalten.

„Regen ist flüssiger Sonnenschein“, sagte Claus Robert Mertes, der erste Wachleiter der Saison, und lacht. „Das Wetter ist nicht entscheidend für unsere Laune“, erklärte das Mitglied des Münsteraner Vereins Wasser+Freizeit, der seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich die Schwimmaufsicht am Saerbecker Naturfreibad stellt. „Kühl“ fand er es dennoch, als der Taucher am Freitag zusammen mit Kollegen für einen Auffrischungslehrgang ins Wasser ging.

Claus Robert Mertes ist als Chef der Schicht bis Freitag im Dienst, zusammen mit seinen Töchtern Anna Franzisca und Pia Lora als Wachgängerinnen. Mit dabei ist auch Markus Zschenker, ebenfalls Taucher, den es wieder einmal aus Bremen an seinen geschätzten Badesee zog. Nächsten Freitag klatschen die Vier mit der nächsten Gruppe ab, die dann die Aufsicht, Sicherheit, Sanitätsdienst und Betrieb am See übernehmen – der normale Rhythmus.

Noch nicht wie sonst sind die Bedingungen, unter denen der Badesee öffnet. Solange die Corona-Inzidenz zwar unter 100, aber noch nicht stabil unter 50 liegt, öffnet der See für den Sportbetrieb, also für das Schwimmen und sonst nichts. „Liegewiese, Strand und der gesamte überdachte Bereich mit Umkleiden und Duschen sind noch nicht geöffnet“, erklärt Claus Robert Mertes und erläutert die Regeln:

  • Zutritt haben Geimpfte, Genesene und frisch negativ Getestete (48 Stunden, anerkannte Teststelle) mit den entsprechenden Bescheinigungen.
  • Es gilt das Abstandsgebot von 1,5 Metern auch im Wasser.
  • Zur Nachverfolgung eventueller Infektionen gibt es eine Kontaktdatenerfassung, vorzugsweise via Luca-App, aber auch auf Papier.
  • Eintritts-Chips gibt es kontaktfrei am Wachhaus. Wegen Corona gilt eine Beschränkung der Zahl der gleichzeitigen Besucher.

Ebenfalls neu am See: der weiß-blaue Schlafcontainer für das Wach-Team und das Sanitätszelt aus dem Fundus des DRK. Beide Bereiche hat die Gemeinde Saerbeck aus dem Altbau ausgelagert. Den „Ausgangskanal“ zum Auschecken entlang von Bauzaun-Elemente kennt man schon aus der vergangenen Saison.

Zusammen mit dem Bauhof der Gemeinde Saerbeck haben Mitglieder des Vereins Wasser+Freizeit den See und die Anlagen fit für die Saisongemacht. 15 Wachleiter von W+F kümmern sich in den 17 Wochen bis zum letzten Badetag am 5. September ehrenamtlich um Sicherheit und Betrieb. Sie verfügen mindestens über das Rettungsschwimm-Abzeichen in Silber. Die zusätzlich eingeplanten 25 Wachgänger und die Personalreserve haben dieses Abzeichen mindestens in Bronze. Außerdem ist das gesamte Personal in Erster Hilfe geschult mit aktuellen Auffrischungen. Etliche sind darüber hinaus Rettungstaucher wie Claus Robert Mertes.

Unter Wasser fühlt er sich vor jeder Infektion sicher, sagt der erste Wachleiter mit einem Augenzwinkern: „Die 200 Bar Druck in der Flasche übersteht kein Virus.“ Über diesen Scherz hinaus hofft Claus Robert Mertes, dass die Inzidenzzahlen bald weitere Angebote am Badesee zulassen. „Wir von W+F sind vorbereitet“, stellt er fest.

Um Kontakte zu minimieren, ist der Eintritt zurzeit kostenfrei. Geöffnet hat der Badesee sieben Tage die Woche ab 9 Uhr.

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