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Umfrage unter den Händlern

„Alles soll so bleiben, wie es ist“

Burgsteinfurt

„Was ich mir für den Burgsteinfurter Wochenmarkt wünsche? Dass alles so bleibt, wie es ist.“ Mit diesem Zitat könnte dieser Text zu Ende sein. Denn grundlegend Anderes sagen die Kollegen von Alex Sommer vom gleichnamigen Obst- und Gemüsestand auch nicht. Es gibt ein paar Kleinigkeiten. Die folgen in diesem Artikel später – um den Spannungsbogen ein bisschen oben zu halten.

Axel Roll

Irmgard Dieckmann und Michael Peck sind seit über 20 Jahren in Burgsteinfurt auf dem Wochenmarkt. Sie sind sich mit den Kollegen einig: So gut wie im Augenblick war es noch nie. Foto: Axel Roll

Die Händler lieben den Wochenmarkt in Burgsteinfurt. Das hört sich pathetisch an, entspricht aber der Realität. Und das nicht nur der guten Umsätze wegen, die die Truppe, die regelmäßig dienstags und freitags ihre Verkaufstische aufbaut, zwischen Schloss und Altem Rathaus macht. Warum diese Meinungsabfrage? Nun, derzeit möchte der Kreis Steinfurt im Rahmen eines Leader-Projekts von der Bevölkerung im Steinfurter Land wissen, was bei den Open-Air-Verkaufsveranstaltungen besser laufen könnte. Die Resonanz sei gut, sagt Kreis-Sprecherin Simone Cool auf Anfrage. 800 Online-Antworten seien bislang eingegangen bei der Bürgerbeteiligung.

An dieser Stelle soll die andere Seite der Theke zu Wort kommen. Die Beschicker. Egal, ob die Käse-Kollegen Harry ter Steege und Christian Althues, Michael Peck mit seinen Oliven, Geflügel-Platzhirsch Dirk Borgmann, Vinzenz Kuhl vom rollenden Feinkost-Tempel oder Irmgard Dieckmann und Alex Sommer aus der Obst- und Gemüsefraktion – sie alle singen das Hohelied auf den Burgsteinfurter Wochenmarkt. Natürlich wegen der treuen Kundschaft, aber auch das historische Kopfsteinpflaster-Ambiente, die Außengastronomie drumherum und die Waren-Mischung machen‘s. Eine ganze Strophe in dieser Lobeshymne widmen die Händler der Betreuung durch Marktmeisterin Vera Schubert und ihrer Chefin vom Fachdienst Sicherheit und Ordnung im Rathaus, Susanne Laumann. „Das ist hier Extra-Klasse“, sagt Christian Althues für alle Kollegen. Er muss es wissen, ist er doch auf vielen Märkten zu Hause. Kein Strom, stört ein Auto, fehlt ein Schild – die Rathaus-Truppe hilft. „Heute war Susanne Laumann persönlich hier und hat gefragt, ob alles in Ordnung ist“, freute sich Irmgard Dieckmann über unerwarteten Besuch.

So, der Text ist fast zu Ende. Zeit für die anfangs erwähnten Kleinigkeiten. Nun, im Grunde ist der Plural von Kleinigkeit hier falsch gewählt. Einzahl. Es ist nämlich nur die öffentliche Toilette oben in der Stadt, die den Beschickern im wahrsten Sinne des Wortes stinkt. Ansonsten gilt der Satz von Alex Sommer...

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