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Ab Montag ist Schulschwimmen wieder erlaubt

Bäder-Team in den Startlöchern

Burgsteinfurt

Am Bäder-Team soll es nicht liegen. Wasser ist im Becken, die Heizung läuft, das Hygiene-Konzept für Corona steht. Und das wichtigste: Der vierte und damit letzte Teil der mehrjährigen Bagno-Mare-Sanierung ist geschafft. Wäre also doppelt schade, wenn sich das jetzt von Grund auf durchrenovierte Freibad seinen Fans nicht zeigen könnte. Bäderchef Rolf Echelmeyer ist verhalten optimistisch.

Axel Roll

Das Bällchenbad hat sich im vergangenen Corona-Sommer bewährt: Jeder Badegast schnappt sich einen Ball. Sind alle 500 weg, darf niemand mehr hinein. Foto: Axel Roll

„Wir hoffen jetzt erst einmal, dass wir am Montag für den Schulsport, die Schwimm- und die Rettungsschwimmerausbildung öffnen können“, sagt Echelmeyer. Ausdrücklich ausgenommen von dieser Regelung ist übrigens der normale Vereinssport im Wasser.

Nicht nur die Steinfurter sehnen den Start für den normalen Badebetrieb herbei. „Wir bekommen täglich Anrufe, auch von außerhalb, wann es denn endlich wieder losgeht“, berichtet Rolf Echelmeyer. Er betont dann immer wieder: „An uns soll es nicht liegen.“

In erster Linie sind es natürlich die Inzidenzwerte, die mitspielen müssen. Um die Bundes-Notbremse zu umschiffen, müssen die Zahlen erst einmal unter 100 sinken. „Und dann muss es noch eine neue Verordnung des Landes geben, die das Baden wieder für die Allgemeinheit gestattet“, erläutert der Geschäftsführer der StEIn-GmbH, in deren Hände das Steinfurter Bäderwesen liegt.

Öffnet das Kassenhäuschen wieder, werden den Gästen neue Umkleiden, Duschen und Toiletten entgegenstrahlen, ist Echelmeyer überzeugt. „Außerdem kommt man jetzt in die Duschen, ohne vorher durchs Klo laufen zu müssen“, schmunzelt der Bäderchef. Natürlich sei auch der behindertengerechte Sanitärbereich durchsaniert worden. Wie in der Vergangenheit nutzten die Verantwortlichen den Winter, um das selbst auferlegte Arbeitspensum zu erledigen. Begonnen hatten die Freibadfreunde vor vier Jahren mit dem Becken, das mit einem Heer von Ehrenamtlichen, an der Spitze der Förderverein, erneuert wurde.

Am Hygienekonzept aus dem Vorjahr musste das Bäder-Team nur wenig feilen. „Das hat sich bestens bewährt“, sagt Rolf Echelmeyer. Zur Erinnerung: Jeder Besucher nahm sich am Eingang aus einem Bällebad ein buntes Bällchen. Waren die 500 Bälle weg, war das Freibad voll. Zusätzlich mussten die Gäste auf einem kleinen Formular ihre persönlichen Daten hinterlassen. Hier hat der Bäderbetrieb jetzt mit der Luca-App nachgesteuert, die die Erfassung der Personendaten mit einem Scan schneller erledigt.

Dem Betriebsleiter hat schon im vergangenen Jahr die hohe Eigenverantwortung der Badegäste imponiert. „Wenn das in diesem Jahr so bleibt, kommen wir gut durch die Saison“, ist Echelmeyer überzeugt. Dann müssen am Ende nur noch die Besucherzahlen stimmen. 2020 waren das 50 000. Trotz, oder gerade wegen Corona. Die gleiche Menge ohne Pandemie, das wäre was.

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