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Kunstinstallation erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit

Bagno-Elysium feiert Jubiläum

Steinfurt

Es ist eine der Attraktionen des Bagnos – und feiert ein kleines Jubiläum: Seit einem Jahrzehnt erfreut das unweit der Konzertgalerie während der Sommermonate zu sehende Elysium die Parkbesucher.

Ralph Schippers

Eingespieltes Aufbauteam: Künstler Heinrich von den Driesch ist dankbar, dass die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes ihn bei der Aufstellung des Elysiums unter die Arme greifen. Foto: Schippers

Es ist eine der Attraktionen des Bagnos – und feiert ein kleines Jubiläum: Seit einem Jahrzehnt erfreut das unweit der Konzertgalerie während der Sommermonate zu sehende Elysium die Parkbesucher. Erschaffer des aus Holz bestehenden, zwölfteiligen Kabinetts mit Figuren aus der griechischen Mythologie ist Heinrich von den Driesch.

Für den mittlerweile 79-jährigen ehemaligen Kunstpädagogen, zugleich Mitglied der Künstlerorganisation „Welbergener Kreis“, ist das Ensemble so etwas wie ein Lebenswerk. Und er freut sich riesig, dass es sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut: „Viele fragen mich, wann es denn endlich wieder aufgebaut wird.“

Gestern war es wieder soweit. Mit tatkräftiger Unterstützung des Baubetriebshofes, namentlich von Rolf van Beers und Hermann Schultejan, wurde die „Musen“, „fliehenden Nymphen, „Pollux“, „Apoll“ und wie sie alle heißen im Karree in Position gebracht. Kein Jahr vergeht, dass von den Driesch im Vorfeld nicht Hand anlegen muss, um die ein oder andere Skulptur wieder auf Vordermann zu bringen. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. „Das ist richtige handwerkliche Arbeit“, sagt der Künstler mit Bezug auf auf die beiden „Grazien“, die er in seinem Atelier in Rotmanns Fabrik in über rund sechs Wochen laufender, aufwendiger Handarbeit renoviert hat. Seit er auf Multiplex statt einfacher Spanplatte als Grundstoff setzt, muss er zwar keine kompletten Einzelteile mehr ersetzen. Doch die Lackierung leidet nach wie deutlich unter Wind, Wetter und vor allem UV-Strahlung, berichtet von den Driesch. „Ich kann Ihnen bei jeder Figur genau sagen, wo die Südseite ist.“

Apropos Rotmann: Ende Juni läuft sein Mietvertrag aus. Dann muss er das langjährige Atelier in der ehemaligen Tabakfabrik, die bekanntlich umgebaut wird, räumen. Vieles hat er in seiner Mietwohnung an der Bahnhofstraße unterbringen können. Aber für das Elysium mit seinen ausladenden Elementen hat er noch keinen Platz gefunden.

Bis November bleibt noch Zeit, dann muss das Kunst-Ensemble eingelagert werden. „Ich wäre für Unterstützung bei der Suche dankbar“, hofft von den Driesch auf eine baldige Lösung des Unterbringungsproblems.

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