Verwaltung kontrollierte in Wohnblocks

Corona-Erkrankter bei der Arbeit?

Burgsteinfurt

Das Ergebnis der morgendlichen Aktion nennt Erster Beigeordneter Michael Schell „unaufgeregt“. Darum ist eine Wiederholung auch erst einmal nicht geplant, wie der Dezernent, der für die Coronamaßnahmen in der Stadt verantwortlich zeichnet, am Donnerstag betonte. Was war geschehen? Am Morgen hatten acht Kollegen des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung im Zusammenspiel mit der Polizei in den Wohnblocks an der Ochtruper Straße Kontrollen durchgeführt.

Axel Roll

In den Blocks an der Ochtruper Straße führte die Verwaltung am Donnerstagmorgen Foto: Axel Roll

Dabei ging es in erster Linie darum, ob die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auch eingehalten werden. Das Wohngebiet als Hotspot zu bezeichnen, geht eindeutig zu weit, wie Michael Schell betont. „Die immer noch relativ hohe Zahl an Corona-Erkrankten ist über das gesamte Stadtgebiet verteilt“, so der Beigeordnete. Gleichwohl gebe es in dem Quartier einige Bürger, die unter Quarantäne stehen.

Ob die eingehalten wird, wollten die Fachdienst-Mitarbeiter unter anderem überprüfen. Und in der Tat gab es eine Person, die sich infiziert hatte, aber nicht in ihrer Wohnung angetroffen wurde, wie Schell berichtet. „Wir haben den Verdacht, dass sie arbeiten gegangen ist“, so der Beigeordnete. Die Kollegen seien dabei, diesem Verdacht nachzugehen.

Ansonsten konnten die acht Fachdienst-Mitarbeiter keine nennenswerten Verstöße feststellen. Sie gingen in Teams, unterstützt von der Polizei, durch die Blocks von Haustür zu Haustür. „Dabei haben sie als erstes überprüft, ob die dort gemeldeten Personen tatsächlich auch dort wohnen“, erläuterte der Dezernent. Während der gesamten Aktion sei es ruhig geblieben, Proteste oder Widerstand habe es nicht gegeben.

Wie gesagt, die Zahl der Infizierten ist in Steinfurt immer noch sehr hoch. Der Kreis Steinfurt meldete für das Stadtgebiet am Mittwoch 138. Das ist der vierthöchste Wert im Kreisgebiet. Rheine liegt mit 246 Erkrankten als größte Stadt erwartungsgemäß an der Spitze, gefolgt von Greven (161) und Ibbenbüren (147). Am Besten steht im Augenblick Laer mit nur drei Corona-Infizierten da. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreisgebiet lag am Mittwoch bei 163 und damit im münsterlandweiten Vergleich relativ hoch.

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