Höhere Jugendamtsumlage

Kreis verzichtet auf Elternbeiträge im Lockdown

Kreis Warendorf

Die Jugendamtsumlage wird steigen, denn der Kreis verzichtet im Lockdown darauf, Elternbeiträge zu erheben. Beim Thema Elternbeiträge könnte es darüber hinaus noch weitere Änderungen geben.

Beate Kopmann

Auf Antrag der SPD sollen langfristig die Elternbeiträge neu geregelt werden. Ziel ist eine einheitliche Lösung im Kreis – die SPD will ferner die unteren Einkommensgruppen noch stärker entlasten. Foto: dpa

Der Kreis Warendorf will im Lockdown keine Elternbeiträge für die Kitas erheben. Aktuell entsteht so ein Minus von 250.000 Euro, informierte Kreiskämmerer Dr. Stefan Funke im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien. Das habe zur Folge, dass die Jugendamtsumlage erhöht werden müsse. Der Ausschuss nahm diese Info zur Kenntnis und stimmte dem Haushalt für den Jugendhilfebereich zu.

Intensiv diskutiert wurde über einen SPD-Antrag zum Thema Elternbeiträge. „Langfristig wollen wir die Eltern von den Kita-Beiträgen komplett entlasten“, erläuterte Anne Claßen (SPD). Einen ersten Antrag, der vorsah, Eltern bei einem Jahreseinkommen von bis zu 37.000 Euro gar nicht zu belangen und stattdessen die Gutverdienenden stärker zur Kasse zu beten, modifizierte die SPD allerdings. Der Ausschuss einigte sich – mit einer Gegenstimme – auf einen CDU-Antrag, der vorsah, zunächst das Gespräch mit den Städten und Gemeinden zu suchen. Außerdem sollen die Jugendämter von Ahlen, Beckum und Oelde ins Boot geholt werden. Robert Strübbe (CDU) betonte, es gehe hier um einen Betrag von über sechs Millionen Euro. Wichtig sei, eine einheitliche Lösung für alle Jugendämter zu erzielen.

Das Gespräch soll jetzt ergebnisoffen geführt werden, ohne neue Staffelungen beim Einkommen sofort festzuschreiben.

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