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Winkelmann-Pläne in Vorhelm

Drei Solarparks auf einen Streich

Vorhelm

Drei Solarparks sollen südlich der Bahntrasse in Vorhelm-Bahnhof rund um den Bosenberg entstehen. Auftraggeber ist die Winkelmann Wald und Forst GmbH.

Christian Wolff

Der ehemalige Steinbruch am Vorhelmer Bosenberg. Darin und entlang der Bahnstrecke sollen für die Winkelmann Wald und Forst GmbH an insgesamt drei Stellen Solarparks entstehen. Foto: Christian Wolff

Gerade erst ist der Solarpark am ehemaligen Schacht 3 der Zeche Westfalen ans Netz gegangen, da empfehlen sich gleich drei weitere Großflächen für ein Projekt zur regenerativen Stromgewinnung: Die Winkelmann Wald und Forst GmbH beabsichtigt, entlang der Bahntrasse südlich von Vorhelm-Bahnhof mehrere Flurstücke zur Gewinnung von Solarstrom auszubauen.

Im Zuge des Klimawandels gewinnt diese Technik allerorts an Bedeutung, weil die Austrocknung des Bodens und Pflanzenschäden durch zu intensive Sonnenbestrahlung gemindert werden können. Mehrere Tagesordnungspunkte der kommenden Ortsausschuss-Sitzung am Donnerstag, 27. Mai, beschäftigen sich mit diesem Projekt, denn neben der Aufstellung vorhabenbezogener Bebauungspläne ist dazu jeweils auch eine Änderung des Flächennutzungsplanes zur Errichtung und zum Betrieb von Freiflächensolaranlagen erforderlich.

Sogar eine schwimmende PV-Anlage

Konkret geht es um Flächen nahe der ehemaligen Bosenberg-Steinbrüche auf beiden Seiten der Landesstraße 586 an der Südostseite der Eisenbahnlinie in direkter Nachbarschaft zum Landschaftsschutzgebiet „Am Vinckewald / Düppe“. Für den ehemaligen Steinbruch ist sogar eine schwimmende PV-Anlage vorgesehen. Es wäre die erste dieser Art in der Region. „Aus Sicht der Unteren Wasserbehörde bestehen grundsätzlich keine Bedenken gegen das Bauvorhaben“, heißt es in der Vorlage.

Mit Schreiben vom 4. Mai sind die Winkelmann-Anträge bei der Stadtverwaltung eingegangen. Jetzt ist die Po­litik am Zuge: Weitere Vorberatungen erfolgen im Hauptausschuss sowie im Stadtplanungs- und Bauausschuss, bevor am 23. Juni im Rat die Entscheidung fällt.

Höhe auf 2,60 Meter begrenzt

Laut Verwaltungsvorlage möchte der Antragssteller insgesamt 20 312 gerammte Solarmodule mit einer Nennleistung von jeweils 415 Watt Peak (Wp) und einer Gesamtleistung von 8429 Kilowatt Peak (kWp) sowie 8862 gerammte Solarmodule mit einer Nennleistung von jeweils 415 Wp und einer Gesamtleistung von 8429 kWp auf den Flächen installieren. Um eine Blendwirkung auszuschließen, wird die Höhe der Anlagen auf ca. 2,60 Meter über dem vorhandenen Gelände begrenzt. Es soll keine Flächenversiegelung erfolgen.

Eine solche Freiflächenanlage ist ein fest montiertes System, bei dem mittels ei­ner Unterkonstruktion die Photovoltaikmodule in ei­nem optimalen Winkel zur Sonne ausgerichtet werden. Die Wald und Forst GmbH verpflichtet sich, die Elemente bei Außerbetriebnahme oder Aufgabe wieder zurückzubauen.

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