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Freiwilligendienst im Elisabeth-Tombrock-Haus

Ein Jahr mit neuen Erfahrungen

Ahlen

Langeweile kommt nicht auf im Freiwilligen Sozialen Jahr im Elisabeth-Tombrock-Haus. Das absolvieren gerade Lea Marie Wender und Olivia Gunnemann. Sie wollen die gemachten Erfahrungen nicht missen.

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Lea Marie Wender (l.) und Olivia Gunnemann unterstützen im Freiwilligen Sozialen Jahr das Elisabeth-Tombrock-Haus Foto: Elisabeth-Tombrock-Haus/ Erhard Richard

Die Zeit vergeht wie im Flug, berichten Lea Marie Wender und Olivia Gunnemann, die ihre Zeit im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) bis Mitte des Jahres im Elisabeth-Tombrock-Haus verbringen. Im Gespräch mit Erhard Richard, Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit in der Senioreneinrichtung, wird deutlich, dass es für beide eine Zeit mit vielen neuen Erfahrungen war, die sie nicht missen möchten. „Der Einsatz im Sozialen Dienst, in der Verwaltung und am Empfang des Hauses brachte viele neue Herausforderungen, die unsere persönliche Kompetenz gesteigert haben. Wir waren von Anfang an mittendrin dabei und verantwortungsvoll eingesetzt, das gibt das Gefühl gebraucht zu werden, einen sinnvollen, wichtigen Beitrag zu leisten“, ist die Erkenntnis, die beide mitnehmen werden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im FSJ werden umfangreich in ihre Aufgaben eingewiesen, haben ihre persönlichen Ansprechpartner, die sie in ihrem sozialen Einsatz begleiten. „Beachtlich ist immer wieder, dass die jungen Menschen in dieser Zeit bei uns, sowohl von den Kolleginnen und Kollegen, aber auch von den Bewohnern, Besuchern und Gästen im Haus, als vollwertige Mitarbeiter und Ansprechpartner wahrgenommen werden“, so Erhard Richard: „Das ist es, was allen Seiten Freude bereitet.“

Soziales Bildungsjahr

Wenn die Orientierung zum Berufseinstieg oder Studienbeginn nach dem Schulabschluss noch nicht abgeschlossen ist, bietet das FSJ die Möglichkeit, etwas Geld dazuzuverdienen. Zum Taschengeld kommen Leistungen der Sozialversicherung, Verpflegung und Urlaub. Das FSJ ist aber auch ein soziales Bildungsjahr.

Lea Marie Wender macht heute Tagesdienst am Empfang, viele telefonische Anfragen von Angehörigen – gerade jetzt in Corona-Zeiten – Annahme und Verteilung von Post, die Bewohnerin, die gerade mal schnell eine Auskunft zu einer Gartenveranstaltung haben möchte, die leider wegen der Wetterlage ausfällt und vieles mehr: „Langeweile kommt da nicht auf und man muss schon mal schnell von sachlicher Informationsweitergabe auf sensibles Zuhören umschalten können.“ Lea Marie Wender freut sich darauf, mit dem Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung, im Sommer ihre Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen zu beginnen.

Olivia Gunnemann, die gerade von der Begleitung einer Bewohnerin zum Arztbesuch zurückkommt, ist beeindruckt, wie dankbar die Menschen für Zuwendung, jedes Wort und persönliche Hilfe in dem für sie nicht immer einfachen Lebensabschnitt sind. Jeder hat seine eigene Geschichte, seine persönlichen Einschränkungen. Trauer und Freude liegen oft nah beieinander.

Gewinn für das Haus

Der Umgang damit kann fordernd sein. Vieles sieht Olivia Gunnemann heute aus einem neuen Blickwinkel: „Als junger Mensch weiß man aus Schule, Medien und allen Informationsquellen vieles aus der Theorie. Doch der Lebensalltag ist dann doch konkreter, das war schon eine nachhaltige Erfahrung. Diese FSJ-Zeit ist mir wichtig, ich kann sie jedem nur empfehlen.“ Olivia Gunnemann sieht sich in ihrem Berufswunsch Richtung Umgang und Kontakt zu Menschen bestätigt und beginnt ebenfalls mit Fachabitur die Ausbildung zur Physiotherapeutin.

Doreen Bothe vom Sozialen Dienst des Hauses bringt es zum Abschluss auf den Punkt: „Unsere FSJ-Mitarbeiterrinnen und -Mitarbeiter sind immer wieder eine Gewinn für unser Haus und die Menschen, die sich unserer Betreuung anvertrauen. Schade, dass diese wertvolle Zeit jedes Mal so schnell vorbei ist. Aber vielleicht sehen wir die eine oder den anderen nach Berufsausbildung oder Studium hier wieder.“

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