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Bedarf deutlich höher als kalkuliert

300 Gelbe Tonnen fehlen immer noch

Drensteinfurt

Die Zeit des Gelben Sackes ist vorbei. Seit diesem Monat wird der Verpackungsmüll nur noch in Gelben Tonnen abgeholt. Blöd nur für diejenigen Haushalte, die nach wie vor keine oder zu wenige bekommen haben. Wie das Unternehmen Prezero mitteilt, müssen noch rund 300 Gefäße nachgeliefert werden.

Dietmar Jeschke

Seit Anfang Mai wird Verpackungsmüll nur noch mitgenommen, wenn er in den Gelben Tonnen landet. An etlichen Stellen fehlen jedoch nach wie vor entsprechende Gefäße. Foto: Dietmar Jeschke

Seit Anfang Mai ist der Gelbe Sack Geschichte. Nach der Auslieferung der Gelben Tonnen im März und der gut zweimonatigen Übergangsphase hatten Stadt und Entsorger vor gut drei Wochen angekündigt, dass Gelbe Säcke ab sofort nicht mehr bei der Abfuhr mitgenommen werden.

Wie die Verwaltung bereits dabei einräumte, hatte es bei der Auslieferung der Gelben Tonnen – wie schon in anderen Kommunen – durchaus ein wenig gehakt. Da sich die Zahl der verteilten Gelben Tonnen an der Anzahl der jeweils „gebuchten“ Restmülltonnen orientierte, bedeutete dies beispielsweise, dass Mehrfamilienhäuser, die über nur eine 240-Liter-Restmülltonne verfügen, auch lediglich mit einer 240 Liter fassenden Gelben Tonne ausgestattet wurden. Was vielen Haushalten bei nur einer Leerung im Monat nicht reicht. An anderen Stellen waren Haushalte schlicht übersehen oder ganz vergessen worden. Mängel, die nun eigentlich abgestellt sein sollten, hieß es Anfang des Monats. Doch dem ist an etlichen Stellen offensichtlich nicht so. Wie mehrere Leser der Redaktion mitteilten, warten sie nach wie vor vergeblich auf eine erste oder zusätzliche Tonne. So etwa die Bewohner der Mehrfamilienhäuser am Ladestrang 17 und 19. Wie ein Anwohner schildert, gibt es dort bis heute keine Gefäße zur Entsorgung des Verpackungsmülls – trotz mehrfacher telefonischer Anfrage beim zuständigen Unternehmen Prezero.

Wie dessen Pressesprecher Boris Ziegler nun auf Anfrage mitteilt, sei die „Grundversorgung in Drensteinfurt“ nun „tatsächlich abgeschlossen“. „Derzeit sind wir dabei, die letzten Nachlieferungen durchzuführen. Diese Nachlieferungen sind immer dann notwendig, wenn uns ungenaue oder fehlerhafte Daten zur Verfügung stehen“, erklärt Ziegler. Eingeplant, so der Prezero-Sprecher weiter, seien für Drensteinfurt rund 5000 Behälter mit einem Volumen von 240-Litern gewesen. „Aufgestellt haben wir inzwischen 5700 Exemplare. Derzeit müssen noch rund 300 Tonnen verteilt werden, die in den letzten zwei Wochen nachbestellt wurden“, schildert Ziegler. Für die Anwohner am Ladestrang habe die Disposition übrigens eine „sehr schnelle und verbrauchernahe Lösung“ gefunden. So sollten dort am Freitag zwei Behälter à 1100 Liter aufgestellt werden.

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