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DLRG startet ins Training

Nicht mehr auf dem Trockenen

Drensteinfurt

Nach mehr als einem Jahr auf dem Trockenen nimmt die DLRG-Ortsgruppe jetzt ihren Trainings- und Kursbetrieb wieder auf. Gerade bei den Grundschülern gibt es nach den vielen coronabedingten Ausfällen erheblichen Nachholbedarf, was den Schwimmunterricht angeht.

Simon Beckmann

Vorstand und Helfer der DLRG-Ortsgruppe freuen sich, dass es mit dem Trainingsbetrieb endlich wieder losgehen kann. Liesbeth (7) war am Mittwochabend das erste Kind, das unter Aufsicht ins Wasser durfte. Foto: Simon Beckmann

Seit mehr als einem Jahr saß die Stewwerter DLRG pandemiebedingt auf dem Trockenen. Doch die Zeit des Wartens ist nun vorbei: Die Ortsgruppe hat sich entschieden, für die Prävention von Unfällen durch Ertrinken, aber auch zur Ausbildung neuer Rettungsschwimmer den Trainingsbetrieb in diesem Jahr wieder aufzunehmen. Am Mittwochabend fiel der – spontane – Startschuss.

„Das war alles sehr kurzfristig. Deswegen ist heute auch noch nicht so viel los“, sagte Sprecherin Katrin Gase mit Blick auf die noch spärlich gefüllte DLRG-Bahn am Rande des Schwimmbeckens. Sie rechne allerdings in den nächsten Tagen und Wochen mit einem deutlichen Anstieg der Teilnehmerzahlen. „Sobald das publik wird und sich das Wetter bessert, planen wir mit vollen Kursen“, erklärte sie. Zudem gebe es bereits jetzt in der Gruppe der „Nemos“, also der Nichtschwimmer, die gerade ihr Seepferdchen ablegen, nur noch einen freien Platz. „Alle weiteren Kinder kommen dann auf eine Warteliste und werden benachrichtigt, sobald wieder ein Platz frei wird“, so Gase. Man merke schon jetzt, dass im vergangenen Jahr keine Schwimmkurse hätten stattfinden können.

Nachholbedarf bei Grundschülern

In die gleiche Kerbe schlägt auch Geschäftsführer Oliver Buchholz. „Es gibt massiven Nachholbedarf – gerade für viele Grundschulkinder“, betonte er und warnte vor den Gefahren für die kommenden Sommermonate: „Die Menschen werden wieder vermehrt in den Urlaub fahren. Das Problem dabei ist, dass viele Grundschulkinder durch den fehlenden Schwimmunterricht im vergangenen Jahr im und am Wasser gar nicht sicher sind.“ Außerdem könne man sich nur mit dem Ablegen des Seepferdchens nicht sicher über Wasser halten. „Da empfehlen wir, den Schwimmunterricht noch weiter zu intensiveren.“

Oliver Buchholz

Um möglichst vielen Kindern aus Drensteinfurt in diesem Jahr schwimmen beibringen zu können, möchte die DLRG-Ortsgruppe in den Ferien auch zusätzliche Nichtschwimmerkurse im Rahmen des Projektes „NRW kann schwimmen“ des Landesamtes für Schulsport anbieten. „Das richtet sich an Erst- bis Sechstklässler und soll den Schwimmunterricht unterstützen“, erläuterte Buchholz. Dafür habe die DLRG bereits alle Schulen angeschrieben und Bahnzeiten reserviert. „Wenn wir die entsprechenden personellen Ressourcen aufbringen können, werden diese Kurse auf jeden Fall stattfinden“, so der Geschäftsführer. Der Umfang betrage zehn Einheiten à eine Stunde. „Das geht über zwei Wochen von montags bis freitags“, ergänzte er. Der Eigenanteil betrage pro Kind zehn Euro.

Suche nach personeller Unterstützung

Um diese und andere Vorhaben möglich machen zu können, sucht die Drensteinfurter Ortsgruppe händeringend nach personeller Unterstützung. „Wir müssen ganz dringend Nachwuchs an Helfern und Trainern bekommen“, verriet Buchholz. „Dafür kommt jeder infrage, auf den man sich verlassen kann und der sicher im Wasser ist. Spaß am Umgang mit Wasser und an der Vermittlung von Wissen sollte man ebenfalls mitbringen.“ Interessierte könnten sich jederzeit bei der DLRG, die zurzeit aus rund 350 Mitgliedern besteht, melden.

Außerhalb des Nichtschwimmerkurses – angeboten werde in Drensteinfurt alles vom Seepferdchen bis hin zum Rettungsschwimmer – seien aktuell noch einige Plätze verfügbar. Die Teilnahme am Trainingsbetrieb ist kostenlos, setzt aber eine DLRG-Mitgliedschaft voraus. Diese kostet im Jahr für Kinder 24 Euro, für Erwachsene 30 Euro und für Familien 54 Euro.

Regeln fürs Training

Um an den Kursen und am Trainingsbetrieb der DLRG Drensteinfurt teilnehmen zu dürfen, muss jede Person ein maximal 48 Stunden altes PCR- oder Schnelltestergebnis vorlegen. Kinder unter sechs Jahren sind von dieser Regelung genauso ausgenommen wie vollständig Geimpfte oder Genesene. Zudem weist die Ortsgruppe darauf hin, dass das Vereinsheim nur für die Anmeldung sowie als Ein- und Ausgang genutzt werden darf. Die maximale Gruppengröße liegt bei 20 Personen, wird in der Regel aber kleiner ausfallen, um Abstandsregeln besser einhalten zu können. Vor jedem Training ist eine Anmeldung unter ' 01 57/ 39 32 64 78 (per Whats­App) Pflicht. Ebenso rät die Ortsgruppe dazu, dass die Teilnehmer sich möglichst schon zu Hause duschen und die Schwimmkleidung bereits unter der Alltagskleidung tragen sollten. Das Tragen einer medizinischen Maske auf dem DLRG-Gelände ist obligatorisch.

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