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Großinvestition von Claas

Zukunftsfabrik in Frankreich geht an den Start

Sassenberg/Harsew...

Das runderneuerte Claas-Werk im französischen Le Mans setzt neue Maßstäbe in der Produktion von hochwertigen und vernetzten Traktoren. Ein Basis für ein globales Wachstum, so zieht die Firma Claas Bilanz.

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Nach dreijährige Umbauphase geht im französischen La Mans eine „ Foto: Claas

Claas hat sein Traktorenwerk im französischen Le Mans – die „Zukunftsfabrik“ - nach dreijähriger Umbauphase offiziell in Betrieb genommen. Die Produktion setzt dank intensiver Nutzung modernster digitaler Technologien neue Standards. In einer Pressenotiz blickt die Firma auf den Verlauf dieses Zukunftsschrittes: Im Jahr 2017 gab Claas den Startschuss für eine erneute Großinvestition in Le Mans. 40 Millionen Euro wurden vor allem in die komplette Erneuerung der Montage und die digitale Transformation des Werkes gesteckt. Damit summieren sich die Investitionen in Le Mans, dem Entwicklungszentrum in Vélizy und dem Test- und Validierungszentrum in Trangé seit der Übernahme von Renault Agriculture im Jahr 2003 auf rund 80 Millionen Euro.

„Unser runderneuertes Werk in Le Mans setzt neue Maßstäbe in der Produktion von hochwertigen und vernetzten Traktoren“, so Thomas Böck, Vorsitzender der Claas Konzernleitung. „Damit schaffen wir eine wegweisende Basis für unser weiteres globales Wachstum“.

Industrie der Zukunft

Im Jahr 2019 war die Modernisierung bereits in Frankreich als Vorzeigeprojekt in der Industrie und als „Industrie der Zukunft“ ausgezeichnet worden. Die Erneuerung des Werks schafft völlig neue Möglichkeiten, immer komplexere und individuell konfigurierte Traktoren zu fertigen. Dafür wurden viele komplexe Prozesse neu gedacht. Durch Einsatz modernster Virtual Reality-Technologien konnten bereits bei der Werksplanung alle Prozesse digital durchlaufen werden, selbst mit Traktormodellen, die noch gar nicht produziert werden. Mit 3D-Animationen und VR-Brillen wurden unzählige Möglichkeiten durchgespielt, um alle Montageschritte vom Antriebsstrang bis zu zum fertigen und geprüften Traktor durchzuspielen. Auch bauliche Veränderungen wurden so frühzeitig erkannt. Ein wesentlicher Faktor für die Automatisierung der Produktion war die Einführung so genannter Automated Guided Vehicles (AGV). 40 dieser autonomen Trägerfahrzeuge transportieren die Traktoren fahrerlos und komplett automatisch von der ersten bis zur letzten Montagestation, und können bis zu 20 Tonnen Last bewegen. Damit bringen sie nicht nur ausreichend Traglast für aktuelle Baureihen mit, sondern auch für kommende noch leistungsstärkere Modelle. Künftig sollen so bis zu 60 Traktoren am Tag produziert werden, aktuell sind es 50. Damit kann zukünftig eine jährliche Produktionskapazität von 13 000 Traktoren erreicht werden - im Vergleich zu heute rund 10 000 Einheiten. In Le Mans werden derzeit fünf Traktorenbaureihen von 75 bis 460 PS gebaut. Zusammen mit dem Entwicklungszentrum in Vélizy bei Paris und dem Test- und Validierungszentrum in Trangé sind in Le Mans rund 1 000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Standorte arbeiten eng mit weiteren Entwicklungszentren und Werken zusammen.

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