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Gert Salzmann hat außergewöhnliches Kunstwerk geschaffen

Ein Zeichen gegen Rassismus setzen

Telgte

Mit seinem neuesten Werk möchte Gert Salzmann ein Zeichen gegen Rassismus setzen.

Andreas Große-Hüttmann

Gert Salzmann hat, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen, ein außergewöhnliches Kunstwerk geschaffen. Foto: Andreas Große Hüttmann

Friedlich reichen sich Menschen unterschiedlicher Hautfarben und Herkunft die Hände: Für Gert Salzmann hat dieses Werk eine immense Bedeutung, unter anderem mit Blick auf die aktuellen Auseinandersetzungen in Israel.

Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Arbeit hatte der Goldschmied bereits vor längerer Zeit. Hintergrund war ein Fußballspiel in Paris, bei dem sich die Spieler unterschiedlicher Nationalitäten und Hautfarben vor dem Anstoß im Mittelkreis friedlich die Hände reichten und ein Zeichen gegen Rassismus setzten.

„Das hat mich seinerzeit so angesprochen, dass ich kurz darauf in die Werkstatt gegangen bin und das Ganze auf meine Weise umgesetzt habe“, erzählt der Wahl-Telgter.

Ein bisschen kam ihm dabei das Glück zu Hilfe, denn bei einem Flohmarktbesuch hatte er kurz zuvor eine Kugel aus Eichenholz entdeckt, deren gesamte Struktur ihn an den Erdball und die Kontinente erinnerte.

Also kramte er in der entsprechenden Kiste und förderte die Grundlage für seine Arbeit mit dem Titel „No racism“ (Kein Rassismus) wieder zutage. Anschließend setzte sich der Meister in seine Werkstatt und fertigte aus Silber insgesamt acht Figuren. Sieben reichen sich friedlich die Hände, während die achte ein Schild mit dem Thema in der Hand hält.

Für die unterschiedlichen Hautfarben hat Gert Salzmann unterschiedliche Goldschmiedetechniken verwandt und damit die entsprechenden Färbungen erzielt.

„Ich kann einfach nicht still sitzen, und wenn mich ein Thema gepackt hat, dann lässt es mich nicht mehr los“, sagt Salzmann.

Angesichts der Lage in Israel soll das Werk in den nächsten Tagen quasi als Mahnmal einen Platz im Schaufenster des kleinen Goldschmiedemuseums erhalten.

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