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Veränderungen beim Einkaufen und der Außengastronomie ab Montag

Freude über erste Lockerungen

Telgte

Dem einen ist die Freude anzumerken, der nächste spricht von einem ersten Silberstreif am Horizont: Fakt ist, die sinkenden Inzidenzzahlen führen auch in Telgte zu Lockerungen, etwa beim Einzelhandel oder der Außengastronomie.

A. Große Hüttmann

Außengastronomie, beispielsweise auf dem Marktplatz, ist ab kommenden Montag wieder erlaubt, allerdings mit gewissen Einschränkungen. Wann es wieder so aussehen kann wie auf diesem Archivbild, das ist noch ungewiss. Foto: Große Hüttmann

Viel Erleichterung schwingt in den Worten von Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer mit, als er zusammen mit Nils Kutscher vom städtischen Ordnungsamt die jüngsten Änderungen aufgrund des Rückgangs bei den Corona-Zahlen, die ab kommenden Montag greifen, erläuterte. Die beiden Verwaltungsfachleute haben sich intensiv mit der neusten Corona-Schutzverordnung beschäftigt und stellen im Gespräch vor allem zwei wesentliche Veränderungen heraus.

Neue Corona-Schutzversordnung

Die eine betrifft das Einkaufen im Einzelhandel. Alle Geschäfte sind ab Montag wieder geöffnet, auch die, die nicht Teil der sogenannten Grundversorgung sind. Einkaufen ist dann dort mit einem negativen Testergebnis – das allerdings nicht älter als 48 Stunden sein darf – und ohne Terminbuchung wieder möglich.

Eine zweite wesentliche Veränderung aus Sicht der Kommune betrifft die Gas­tronomie. Der sogenannte Betrieb von gastronomischen Einrichtungen ist im Außenbereich – mit negativem Testergebnis für Gäste und Bedienung – ebenfalls wieder zulässig.

Da die entsprechende Landesverordnung – die am Montag anstelle der bislang aufgrund der hohen Inzidenzzahlen gültigen Bundes-Notbremse in Kraft tritt – nicht nur zahlreiche weitere Punkte regelt, sondern auch einige Besonderheiten, bietet Nils Kutscher an, dass das Ordnungsamt gerne bei Fragen oder Problemen kontaktiert werden kann. Zudem spricht er mit Blick auf das Thema Außengastronomie davon, dass die Stadtverwaltung – soweit rechtlich vertretbar – offen für unkomplizierte (Übergangs-)Regelungen oder Lösungen sei.

Norbert Woestmeyer

Norbert Woestmeyer, Leiter der Geschäftsstelle der Telgter Hanse, bezeichnete die Lockerungen als positiv für den Einzelhandel. „Alles, was das Einkaufen vor Ort wieder einfacher macht, ist erst einmal gut“, betonte er, auch wenn das Ganze nur ein erster Schritt sei könne. Letztlich freue er sich schon auf den Tag, an dem Einkaufen wieder ohne jegliche Beschränkungen möglich sei.

Mit der (Teil-)Öffnung der Gastronomie ist eine gedämpfte Euphorie bei den Wirten verbunden. Thomas Buschhoff, Vorsitzender des Wirtevereins, sieht die er Freigabe der Außengastronomie unter strengen Auflagen lediglich als einen Silberstreif am Horizont an. Zwar sei es jetzt wieder möglich, Gäste zu bedienen. Dafür müsse jedoch das Wetter mitspielen. Denn Außengastronomie sei extrem wetterabhängig.

Innerhalb der Gaststätten dürfen weiter keine Gäste bedient werden. Dafür hat Buschhoff kein Verständnis. Er hofft darauf, dass die Inzidenzzahl schnell unter 50 falle und dort dauerhaft verbleibe. Nur dann könne Innen-Gastronomie unter den bekannten AHA-Regeln wieder möglich sein. Erst dann könne er von einer spürbaren Verbesserung der Situation nach monatelanger Schließung sprechen.

Kunden und Restaurants müssen beim Thema Außengastronomie nach Meinung des Vorsitzenden des Wirte­vereins weiter einen nicht erheblichen Aufwand betreiben: Voll Geimpfte müssten ihren Impfausweis vorzeigen, alle anderen einen aktuellen negativen Schnelltest.

Thomas Buschhoff kann für sein Hotel nach eigenen Angaben trotz erster Lockerungen noch nicht aufatmen. Für sein Kerngeschäft wünscht er sich mehr Planungssicherheit und dass die Freigabe für die Innen-Gastronomie schnell erfolge.

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