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Einsetzen ist eine Attraktion

Schwimmreifenmann Paul treibt seit Freitagabend wieder auf der Ems

Telgte

Ehrenamtliche der DLRG sorgten am Freitagabend dafür, dass Schwimmreifenmann Paul wieder auf die Ems kam.

A. Große Hüttmann

Keine leichte Sache ist das Einsetzen von Paul. Mitglieder der DLRG übernahmen diese Aufgabe. Foto: Andreas Große Hüttmann

Paul kommt zurück auf die Ems: Die Rückkehr des Schwimmreifenmannes an seinen angestammten Platz in der Nähe des Christoph-Bernsmeyer-Hauses sorgte am frühen Freitagabend für viel Freude bei etlichen Passanten. Zugleich bescherte die Aktion Einsatzleiter Leon Scheffler, Martin Cieslik, Günter Rickert und Olaf Krimpenfort von der DLRG Telgte eine Menge Zuschauer, die vom Einsetzen des Motorbootes an den Bootshäusern bis zum Befestigen der Figur am Stahlseil in der Nähe der Brücke alles verfolgten.

Bereits seit Jahren ist die DLRG Ortsgruppe Telgte für das Einsetzen im Frühjahr und das wieder Herausholen des Schwimmreifenmannes im Herbst zuständig.

Den Winter über hatte die schwere Figur der Wittener Künstlerin Christel Lechner auf einer Palette im Lager des städtischen Bauhofes verbracht. Passend zum Start der Außensaison hatten Mitarbeiter des Bauhofes Paul am Freitag zum DLRG-Bootshaus gebracht.

Schwierige Aufgabe

Mit vereinten Kräften, die Figur wiegt fast zwei Zentner, wurde der Schwimmreifenmann in das neue Einsatzfahrzeug gehievt, um das Stück bis zum Bootsanleger zurückzulegen. Dort hatten Leon Scheffler und die anderen Ehrenamtlichen bereits alles vorbereitet. Sicherheitshalber hatte sich der Einsatzleiter für die „Dicke Linde“, das größere und PS-stärkere der beiden Motorboote der DLRG entschieden, um an Pauls Stammplatz kurz vor dem Wehr für den Fall der Fälle genug Motorleistung zur Verfügung zu haben.

Im gemächlichen Tempo, Paul war gleich zweifach gesichert, um ein Ausbüxen zu verhindern, wurde die Figur an ihren Liegeplatz gefahren.

Eine gelbe Boje signalisierte den Endpunkt des Stahlseils, das am Flussgrund fest verankert ist. Nachdem Günter Rickert zuerst etliche Äste und anderes Material, das sich in dem Seil verfangen hatte, entfernt hatte, konnte Paul mit gleich drei Karabinern gesichert werden.

Besondere Aufmerksamkeit war dabei von Bootsführer und Einsatzleiter Leon Scheffler gefragt, denn ständig musste er ein Abdriften des Motorbootes verhindern.

Gut zehn Minuten dauerte die Aktion in Wehrnähe, dann war Paul wieder frei. Noch etwas träge drehte er sich, bis er schließlich wieder – wie es die Telgter und Auswärtige seit Jahren gewohnt sind – wieder in Richtung Brücke schaute.

Die Arbeit für die Ehrenamtlichen der DLRG war damit aber noch längs nicht beendet. Das Boot musste nicht nur wieder auf dem Wasser geholt und verladen werden, sondern anschließend stand auch eine penible Säuberung und Überprüfung des eingesetzten Materials an.

Paul genoss währenddessen bereits seinen Logenplatz im Wasser . . .

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