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Akteure der Ferienmaßnahme hoffen nun zumindest auf Notbetreuung

Stadtranderholung in Großform abgesagt

Telgte

Eine Stadtranderholung im XXL-Format wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Verantwortlichen hoffen aber auf die Möglichkeit, wieder eine Notbetreuung durchführen zu können.

Andreas Große-Hüttmann

Eine Stadtranderholung im XXL-Format, wie auf diesem Archivbild zu sehen, wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Verantwortlichen hoffen aber auf die Möglichkeit, wieder eine Notbetreuung durchführen zu können. Foto: Große Hüttmann

Die Entscheidung ist ihm nicht leicht gefallen, das merkt man An­dreas Terborg im Gespräch an. Doch Fakt ist, es wird auch in diesem Jahr keine Stadtranderholung geben. Das haben die Verantwortlichen vor kurzer Zeit entschieden und bereits die betroffenen Eltern informiert.

Besonders schmerzlich daran ist für den Leiter der Ferienmaßnahme, dass er bereits mehr als 160 Anmeldungen vorliegen hatte, deutlich mehr als sonst zu diesem frühen Zeitpunkt. „Die Hoffnungen bei allen waren groß, doch die Hürden, die für die Durchführung zu bewältigen sind, noch viel größer“, sagt Terborg.

Dass eine Absage bereits zu einem so frühen Zeitpunkt erfolgte, sei zwingend notwendig gewesen, betont er. Denn: „Zu diesem Zeitpunkt mussten wir entscheiden, ob die Stadtranderholung 2021 in angepasster Form stattfinden kann oder nicht, um nicht in die Kostenfalle zu laufen“, betont er.

Um die Diskussion hierüber auf eine möglichst breite Basis zu stellen und die Thematik aus verschiedenen Blickwinkel beleuchten zu können, fand eine Videokonferenz mit allen fachkundigen Mitarbeitern der Stadt Telgte, des Kreisjugendamtes und weiterer Vereine aus dem Bereich der Jugendarbeit statt.

„Hierbei stellte sich sehr schnell heraus, dass die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen keine Arbeit mit Kindern möglich machen, an die sich die Ferienbetreuung ansatzweise anpassen lässt. Überall sind viele große oder auch kleine Stolpersteine, die niemand von uns aus dem Weg räumen kann“, heißt es in einem Brief an die Eltern. Die Krux dabei sei, dass die Stadtranderholung nicht den Bestimmungen für das Schulwesen, sondern für Ferienfreizeiten unterliege.

Derzeit sei zudem noch fraglich, ob eine Notbetreuung – ähnlich wie im vergangenen Jahr – möglich sein könnte. Das, so Terborg, werde trotz der Absage der Groß-Maßnahme weiter intensiv geprüft.

„Natürlich fällt uns diese Absage nicht leicht, ist aber leider alternativlos. Keiner der Beteiligten hätte sich vor einem Jahr diese Entwicklung vorstellen können. Da wir jedoch positiv in die Zukunft schauen, behalten wir unseren Plan B, die Notbetreuung, weiterhin im Auge. Alle beteiligten Vereine des vergangenen Jahres, sowie eventuell noch weitere, haben die grundsätzliche Bereitschaft erklärt, auch dieses Jahr wieder eine Notbetreuung auf die Beine zu stellen. Ob wir eine Chance zur Umsetzung bekommen, liegt an der Entwicklung der Corona- und Gesetzeslage“, heißt es in dem Schreiben an die Eltern.

Ende Mai würden alle Beteiligten eine Neubewertung der Situation vornehmen. „Dann können wir hoffentlich positive Nachrichten für die Notbetreuung 2021 vermelden“, haben Andreas Terborg und sein Team die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.

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