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Unfall auf dem Altstadtpflaster

Stolperfalle sorgt für Blessuren

Telgte

Ayten Kahyaoglu hat zahlreiche Blessuren nach einem Sturz auf das Altstadtpflaster. Ausgelöst worden sein soll das Ganze durch einen losen Stein.

A. Große Hüttmann

Schürfwunden und Blutergüsse unter anderem im Gesicht hat Ayten Kahyaoglu immer noch von dem Sturz. Zudem ist ihre Hand geschwollen und ein Zahn locker. Foto: Andreas Große Hüttmann

Eigentlich kennt Ayten Kahyaoglu die Tücken – wie sie es bezeichnet – des Pflasters in der Altstadt. Denn seit rund drei Jahrzehnten bewohnt sie mit ihrer Familie ein Haus an der Steinstraße. „Im Winter ist es oft glatt, zudem gibt es viele Unebenheiten und Stolperstellen“, weiß die Telgterin. Doch dass ihr dieses Pflaster nur wenige Meter von ihrer Haustür entfernt selbst zum Verhängnis werden könnte, damit hätte die Telgterin eigentlich nicht gerechnet.

Pflaster mit Tücken

Wie alles genau passiert ist, daran kann sich Ayten Kahyaoglu nicht mehr im Detail erinnern. Nur, dass sie auf dem Weg in Richtung Marktplatz auf dem Kleinpflaster an einer Stelle plötzlich ins Stolpern geriet und nahezu ungebremst mit dem Gesicht und Körper aufschlug, das ist ihr noch bewusst.

Davon zeugen auch mehrere Verletzungen. Unter anderem hat Ayten Kahyaoglu im Gesicht noch deutlich sichtbare Schürfwunden und Blutergüsse. Zudem ist ein Zahn lose und muss möglicherweise gezogen werden. Außerdem ist die Hand stark angeschwollen und schmerzt.

An allem soll ein loser Pflasterstein schuld sein. Eine Zeugin, so die Telgterin, habe den Unfall beobachtet und Ayten Kahyaoglu hilfsbereit aufgeholfen, nachdem diese auf das Pflaster gekracht war. „Sie hat mir dann auch den Stein und die Stelle gezeigt, an der es passiert ist“, sagt die Verunglückte, die umgehend ein Handyfoto machte, bevor sie von der Zeugin nach Hause begleitet wurde.

Was folgte waren zwei Arztbesuche, einer beim Haus- und einer beim Zahnarzt, die die Verletzungen dokumentierten. Danach meldete Ayten Kahyaoglu das Ganze bei der Stadtverwaltung – vor allem auch deshalb, damit die Gefahrenstelle sofort beseitigt wird. Das sei umgehend geschehen, erzählt sie im Gespräch. Mittlerweile sei der Pflasterschaden wieder behoben.

Warnung an andere

Dass die Telgterin ihre Unfallgeschichte erzählt, hat für sie einen doppelten Grund. „Zum einen möchte ich der Zeugin, die sich nach dem Sturz rührend um mich gekümmert hat, danken“, sagt Ayten Kahyaoglu. Denn die Unbekannte brachte die Verunfallte zwar bis zur Haustür, verschwand dann aber wieder.

Zudem anderen wolle sie noch einmal eingehend auf die Tücken des Pflasters in der Altstadt aufmerksam machen. Gerade für ältere Menschen oder Personen mit Handicap sei dieses eine Zumutung, sagt die gebürtige Türkin.

Gemeldet hat sie den Unfall bei der Stadt. Zudem überlegt die Telgterin, ob sie möglicherweise rechtliche Schritte einleitet.

Das Ganze ist kein Einzelfall. Immer wieder gibt es Beschwerden über den Zustand von einzelnen Pflasterbereichen und Stolperfallen. Wie sind ihre Erfahrungen mit dem Altstadtpflaster? Schreiben Sie ihre Meinung und Anregungen an redaktion.tel@wn.de.

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