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Interessierte Gemeindemitglieder konnten Anregungen und Vorschläge einbringen

Viele Ideen für die Clemenskirche von morgen

Telgte

Die Clemenskirche soll nicht nur renoviert, sondern auch neuen Anforderungen angepasst werden. Bei einer Andacht unter dem Leitgedanken „Baustelle Kirche“ hatten interessierte Gemeindemitglieder am Donnerstagnachmittag die Möglichkeit, ihre Ideen und Anregungen anzubringen.

Andreas Große-Hüttmann

Die Clemenskirche soll nicht nur renoviert, sondern auch neuen Anforderungen angepasst werden. Bei einer Andacht unter dem Leitgedanken „Baustelle Kirche“ hatten interessierte Gemeindemitglieder am Donnerstagnachmittag die Möglichkeit, ihre Ideen und Anregungen anzubringen. Foto: Andreas Große Hüttmann

Einerseits genügend Platz für große Wallfahrtsgruppen und andererseits die Möglichkeit, auch in kleineren Kreisen Gottesdienste mit Nähe zum Altar zu feiern, ohne im ganzen Kirchenschiff verteilt zu sein, ein neuer Standort für den Chor sowie der Einbau einer modernen Ton- und Lichttechnik: Die Ideen und Anforderungen, die am Donnerstag im Rahmen einer Andacht unter dem Titel „Baustelle Kirche“ von den anwesenden Gemeindemitgliedern in St. Marien formuliert wurden, waren vielfältig. Eines aber ist ihnen allen gemeinsam. Sie wurden protokolliert und werden in den nächsten Wochen und Monaten im zuständigen Projektausschuss intensiv diskutiert und je nach Priorisierung auch in eine Anforderungsliste für die Architekten und Fachplaner aufgenommen werden.

Wie bereits berichtet, plant die Kirchengemeinde in enger Abstimmung mit dem Bistum Münster sowie den zuständigen Behörden eine Umgestaltung der Clemenskirche. Dabei geht es nicht nur um eine farbliche Neugestaltung und den Einbau von moderner Technik, sondern vielmehr auch, wie Propst Dr. Michael Langenfeld in seiner Einführung erläuterte, um die Anpassung des Gotteshauses an neue Gottesdienstformen und veränderte Kirchenbesucherzahlen. „Ein Kirchenbau nimmt immer die Dinge und Strömungen auf, die zu der Zeit für die Gläubigen wichtig sind“, erinnerte er daran, dass der denkmalgeschützte Bau im Laufe der Jahrhunderte einige Veränderungen erlebt hat.

Bei dem Prozess seien die Verantwortlichen noch ganz am Anfang, betonte er. Ein Projektausschuss sei gegründet worden und beispielsweise bereits die Seelsorger und Vertreter der Kirchenmusik gehört worden. Nun kämen die Wünsche, Ideen und Anregungen der Gemeinde hinzu.

In einem nächsten Schritt und nach der Einbindung von weiteren Gruppen soll eine erste Anforderungsliste erstellt werden. Diese soll Grundlage für die planerische Umsetzung eines ersten Entwurfes sein. Dabei, das betonte der Leitende Geistliche, solle der gesamte Prozess sehr transparent gestaltet sein.

Er versprach, dass es zu gegebener Zeit eine weitere Gemeindebeteiligung gebe, um über weitere Schritte und Ideen informiert zu sein. Zudem erinnerte er daran, dass die Möglichkeit besteht, auch schriftlich Ideen und Anforderungen zu formulieren und diese über das Pfarrbüro dem Projektausschuss zukommen zu lassen.

Einen genauen Zeitplan für die Umsetzung des Ganzen gibt es noch nicht.

„Ich bin vielleicht etwas euphorisch, habe aber die Hoffnung, dass wir im Herbst 2022 mit ersten baulichen Maßnahmen beginnen können“, sagte der Geistliche auf Nachfrage von Ekkehard Strels.

Da Einschränkungen durch Bauarbeiten in der Wallfahrtszeit vermieden werden sollen, ist geplant, dass sich Umbau- und Sanierungsarbeiten auf das Winterhalbjahr beschränken und – ähnlich wie bereits bei der Kapelle – in mehreren Abschnitten stattfinden.

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