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Klimaschutz im Kreis koordiniert voranbringen

Vom Solardach bis zur Mobilität

Telgte

Jetzt soll es voran gehen mit dem Klimaschutz – kreisweit, aber auch in Telgte. In einer Lenkungsgruppe Klimaschutz wird zukünftig kreisweit ein Themenspektrum bearbeitet, dass gemeindeübergreifend abgestimmt werden soll. Dabei kann jede Kommune durchaus den für sie eigenen Weg gehen.

wn

In der digitalen Konferenz der Lenkungsgruppe Klimaschutz haben die Beteiligten die weiteren Schritten und Ziele in Sachen Klimaschutz für den Kreis Warendorf auf den Weg gebracht. Jede Kommune wird dabei zukünftig im Rahmen der eigenen Planungshoheit den für sie richtigen Weg einschlagen. Foto: Stadt Telgte

In Sachen Klimaschutz wollen die Städte und Gemeinden und der Kreis Warendorf künftig noch enger zusammenarbeiten. Dies ist das erklärte gemeinsame Ziel aller Beteiligten aus der jüngsten Sitzung der Lenkungsgruppe Klimaschutz von Anfang Mai. Auch Telgtes Bürgermeister Wolfgang Pieper zählt zu dieser Lenkungsgruppe. „Bereits seit Mitte 2019 haben die Bürgermeister im Kreis Warendorf unter Beteiligung der Kreisverwaltung und unterstützt durch die jeweiligen Klimaschutzfachleute aus den Rathäusern Maßnahmen zum Klimaschutz gemeindeübergreifend in einer Lenkungsgruppe gebündelt und koordiniert bearbeitet“, heißt es in einem Bericht aus dem Telgter Rathaus.

In der digitalen Konferenz dieser Lenkungsgruppe wurde ein breites Themenspektrum bearbeitet. Erstes konkretes Projekt soll die Auflage eines kreisweiten Förderprogramms unter dem Titel „1000 Solardächer“ sein, mit dem ab Frühjahr 2022 private Photovoltaik-Anlagen mit einer Förderung von 500 Euro versehen werden können. Das Programm soll ein Volumen von immerhin 500 000 Euro haben und zunächst über zwei Jahre laufen. Sofern der Kreistag dem einhelligen Vorschlag der Städte und Gemeinden im Kreisgebiet folgt, würde die möglichst unbürokratische Handhabung der Förderung im Kreishaus abgewickelt, die Kommunen tragen die Kosten der Förderung über die Kreisumlage.

Potenzialanalysen zur Photovoltaiknutzung

Mit der Vorstellung von Potenzialanalysen zur Photovoltaiknutzung für Unternehmen in den Kommunen und des Programms „KlimaSicher – Klimafolgenanpassung für Unternehmen“ wurden in der Konferenzschaltung zwei weitere Bausteine des Kreises Warendorf zum Klimaschutz vorgestellt, die ebenfalls auf Interesse und Unterstützung durch die Städte und Gemeinden treffen. Die mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich dabei einig, dass alle Maßnahmen untereinander gut abgestimmt und kommuniziert sind, um Parallelstrukturen oder die doppelte Bearbeitung bestimmter Themen zu vermeiden. Kontinuierlich bearbeitet wird auch das Themenfeld Mobilität, um durch die Stärkung des Umweltverbundes die Nutzung von Bussen und Bahnen, Angebote von Car-Sharing sowie die Attraktivität des Fahrradfahrens zu steigern. Der Anteil des gesamten Umweltverbundes (Fußverkehr, Radverkehr und öffentlicher Personennahverkehr) an der Auswahl des Verkehrsmittels für Alltagswege, soll deutlich gesteigert werden

Unerlässlich ist nach Auffassung des Lenkungskreises die Ausweitung der Erneuerbaren Energien. Dazu könne neben den Photovoltaikanlagen insbesondere ein weiterer Ausbau der Windenergienutzung einen Beitrag leisten. Zur Umsetzung dieser Zielsetzung wird jede Kommune im Rahmen der eigenen Planungshoheit den für sie richtigen Weg einschlagen, und der kann durchaus unterschiedlich aussehen. Ein weiterer Baustein für eine umwelt- und klimagerechte Energieversorgung wird ferner die Wasserstofftechnologie sein. Hier strebt der Kreis Warendorf eine enge Kooperation der Münsterlandkreise an.

Unter der gemeinsamen Federführung von Bürgermeisterin Karin Rodeheger (Oelde) sowie den Bürgermeistern Carsten Grawunder (Drensteinfurt) und Wolfgang Pieper (Telgte) wird die Lenkungsgruppe Klimaschutz ihre Arbeit nun kontinuierlich fortsetzen.

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