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Projekt-Premiere am Zuckertimpen

Buddelkiste mit Spielzeug für alle

Warendorf

Welche Eltern kennen das nicht? Das Spielzeug, was ansonsten kaum gewollt wird, ist gerade heute am Spielplatz unverzichtbar. Diese Erfahrung hat auch Cristina Costas mit ihren Söhnen gemacht. Für diese und andere Situationen hatte sie eine Idee: eine Buddelkiste mit Spielzeug – direkt am Spielplatz. Am Zuckertimpen gibt es jetzt die erste.

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Sebastian Höber aus dem Quartiersbüro Altstadt (2. von links) ist begeistert von der Buddelkiste. Die Idee zu dem Projekt hatte Cristina Costas mit ihren Söhnen Nicolas (links) und Lucas Lieske Costas (rechts). Foto: Rebecca Lek

Spielplätze erfreuen sich bei Kindern großer Beliebtheit. Mit der Corona-Pandemie und den eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten werden die Spielplätze in Warendorf noch stärker besucht als sonst.

Welche Eltern kennen das nicht: Das Sandspielzeug wurde mal wieder vergessen, ist kaputt oder wurde bewusst zu Hause gelassen, weil das Kind eigentlich nie damit spielen will – außer heute natürlich. Eine schöne Möglichkeit ließ das Quartiersbüro Altstadt im Rahmen des Altstadtfonds jetzt am Zuckertimpen aufbauen. Nach dem Prinzip des „sharing economy“ steht dort seitdem eine kunterbunte Kiste, mit diversen Sand- und Kinderspielzeugen.

Die Idee stammt von Cristina Costas, die ganz in der Nähe des Spielplatzes wohnt. Ihre beiden Söhne Nicolas (7) und Lucas (10) sind daher häufiger Gast am Zuckertimpen. „Meine Vision ist es, dass es sich nur um ein Pilotprojekt handelt und dass im ganzen Stadtgebiet solche Kisten aufgestellt werden“, zeigt sich Costas optimistisch. Das ganze Prinzip funktioniert allerdings nur mit einer Patenschaft. „Jemand muss sich für die Kisten verantwortlich fühlen und alle paar Tage einfach nach dem Rechten sehen“, so Costas weiter.

Da sie selber die Idee hatte, war es für sie selbstverständlich, dass sie auch die Patenschaft für die erste Kiste übernimmt. Ihre Söhne sind dabei eine tatkräftige Unterstützung. Die beiden ließen es sich zudem nicht nehmen, selber eigene Spielsachen mit in die Kiste zu legen. Angst davor, dass etwas gestohlen wird, haben sie nicht, sagen sie.

„Ehrlicherweise ist die Kiste voller als vorher. Außerdem steht auf dem Deckel auch drauf, dass wenn ein Kind sich unsterblich in ein Spielzeug verliebt, es mitgenommen werden kann“, erläutert Cristina Costas. Beim nächsten Mal könnten die Eltern dann ja vielleicht aus dem eigenen Fundus etwas in die Kiste packen. So habe das Projekt zusätzlich den Effekt, dass immer wieder neues Spielzeug für Abwechslung sorge.

Die Idee stieß beim Quartiersbüro direkt auf große Zustimmung. „Es ist einfach ein schönes Projekt, an dem man sieht, dass man mit wenig Mitteln viel erreichen kann“, berichtet Sebastian Höber aus dem Quartiersbüro. Für die Materialkosten und die Erstausstattung zahlten sie rund 500 Euro. Der Aufbau erfolgte von ASS Spielzeugbau ehrenamtlich. Ein Herzensprojekt des Unternehmens, die dafür extra 700 Kilometer anreisten.

Insgesamt hoffen die Initiatoren, dass die Idee von anderen Vereinen übernommen wird. „Für weitere Projekte benötigen wir im Rahmen des Altstadtfonds immer den Bezug zur Altstadt“, erklärt Höber. So wäre hier an der Stadtbücherei noch die Möglichkeit. Eine weitere Überlegung wäre eine Kiste am Emsseepark für ältere Kinder. Der Inhalt müsste entsprechend angepasst werden: Federball, Wikingerschach oder ähnliches wäre die Idee.

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