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Corona-Schnelltest am Lohwall

Nasenabstrich am Drive-in

Warendorf

Britta Peitz fährt am Dienstagmorgen mit ihrem Bulli unter das Zeltdach des Corona-Schnelltest-Zentrums am Unteren Lohwall. Hinten sitzt Tochter Carlotta (8). Sie benötigen den Schnelltest, um ein neues Fahrrad zu kaufen. Einen negativen Corona-Test benötigen sie, um überhaupt erst ins Geschäft zu kommen.

Joachim Edler

Drive-in: Corona-Schnelltests am Lohwall. Foto: Joachim Edler

Offenbar wollen viele Warendorfer kurz vor Pfingsten auf Nummer sicher gehen: „Wir haben gut zu tun, bis zu 100 Schnelltests täglich“, sagt Stephan Darpe, der mit den zwei Angestellten Anna Holtgrefe und Ruth Marx das Corona-Schnelltestzentrum am Unteren Lohwall betreibt: „Die Nachfrage ist groß, viele wollen wohl an den Feiertagen verreisen, in den Zoo oder Menschen aus anderen Haushalten treffen.“ Bislang haben sie zum Glück noch keinen einzigen Corona-Fall dem Gesundheitsamt melden müssen.

Britta Peitz fährt am Dienstagmorgen mit ihrem Bulli unter das Zeltdach. Hinten sitzt Tochter Carlotta (8). Sie benötigen den Schnelltest, um ein neues Fahrrad zu kaufen. Einen negativen Test benötigen sie, um überhaupt erst ins Geschäft zu kommen. Johanna Pankow besucht mit Anton (8) und Emil (2) das Testzentrum. Sie wollen nach Bayern zum Campen. Der Campingplatz dort schreibt vor, dass bereits Kinder ab sechs Jahren getestet sein müssen.

Seit knapp einer Woche gibt es den Nasenabstrich-Drive-in am Lohwall. Eine von mehreren Teststationen, die das Warendorfer Bürocenter unter anderem in Bielefeld, in der Region rund um Hannover und am Steinhuder Meer betreibt. Firmenchef Stephan Darpe und sein Vertriebsleiter Martin Schiller hatten zudem die pfiffige Idee, ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge zu mobilen Corona-Schnelltest-Stationen umzubauen. „Damit kommen wir in Regionen, wo andere nicht so gerne hinfahren – immer den demografischen Wandel im Blick“, sagte Schiller. Überhaupt stehe das Bürocenter vor einer neuen strategischen Ausrichtungen, betonten Chef und Vertriebsleiter am Rande der gestrigen Pressekonferenz. Mit Masken, Schnelltests, Handschuhen und Händedesinfektionsmittel der eigenen Hausmarke bediene man den Health-Care-Bereich (Gesundheitsvorsorge). Zwei weitere Nischen sind geplant: Küchen und hochwertige Polstermöbel (Sofas unter anderem der Edelmarke Rolf Benz).

Doch zurück zum Corona-Test am Drive-in-Schalter: Autofahrer, aber auch Radfahrer und Fußgänger sind in dem weißen Pagodenzelt willkommen, so sie sich vorab zum Termin unter www.lisa-test.de anmelden und ihren Ausweis und Krankenkassen-Karte mitbringen. Aber auch spontane Buchungen vor Ort sind möglich. Geschultes Personal steht bereit, um einen Nasenabstrich zu machen. Nach 20 Minuten gibt es sodann das Ergebnis per Email. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, Samstag von 9 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Darpe: „Wir arbeiten mit dem Jobcenter zusammen und wollen die Öffnungszeiten noch von 7 bis 20 Uhr erweitern.“

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