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Crowdfunding vor dem Abschluss

Wochenendtrip mit Schatzsuche

Einen-Müssingen

Stadt-Land-Fluss-Abenteuer als neue Geschäftsidee? Für Katherina Lindenblatt aus Einen könnte das bald Wirklichkeit werden. Sie hatte das Spiel eigentlich entwickelt, um den Menschen in Einen und Umgebung während des Lockdowns Abwechslung zu bieten. Die Idee wurde sehr gut angenommen – wie zudem eine Crowdfunding-Aktion bestätigte.

Joke Brocker

Überall auf der Route hat Katherina Lindenblatt Hinweise versteckt, die die Schatzsucher ihrem Ziel ein Stück näher bringen. Foto: privat

Die erste Route ihrer „Stadt-Land-Fluss-Abenteuer“ ist fertig, musste wegen alter Eichenprozessionsspinner-Nester oder eines plötzlich abhanden gekommenen Zauns, an dem ein Hinweis versteckt war, sogar schon überarbeitet werden und wird eifrig begangen. Allerdings exklusiv (bis zum 6. Juni) von Unterstützern der Crowd-funding-Aktion, die Katherina Lindenblatt vor einigen Wochen initiiert hatte.

Während des ersten Lockdowns hatte die Einenerin Schatzsuchen für alle Dorfbewohner organisiert, um dem allgemeinen Lagerkoller entgegenzuwirken. Eine Idee, die auf große Resonanz stieß und ihre Schöpferin bewogen hat, daraus ein Business zu machen. Unter dem Motto „Stadt-Land-Fluss-Abenteuer“ bietet sie den Teilnehmern, wie berichtet, einen spannenden Mix aus Rallye, Schnitzeljagd und Escape-Game.

„Das Crowdfunding läuft tatsächlich so gut, dass ich jetzt Schatzsuchen auf einem anderen Level plane“, freut sich die Illustratorin und Designerin, die 5000-Euro-Marke geknackt zu haben. Tatsächlich träume sie davon, Schatzsuchen künftig nicht nur als Tagestouren, sondern als Wochenendtrip mit Übernachtung anzubieten. Schon seit Jahren spuke ihr diese Idee im Kopf herum, erzählt die reiselustige Einenerin, die seit ihrer Jugend Mitglied einer pfadfinderähnlichen Gruppe ist, das einfache Reisen liebt, sich fürs Couchsurfing ebenso wie für Indonesien, das Land, das sie häufig bereist hat, begeistert. Eine Reise-Rallye auf Sumatra wäre zwar ihr Traum. Realistischer scheinen jedoch vorerst Schatzsuchen im Bergischen Land oder in Haltern am See zu sein.

„Ich möchte dabei Menschen ein Wochenende lang auf die Suche nach dem Schatz oder des Rätsels Lösung schicken. Mit einem Rucksack ausgestattet geht es dann auf Tour, dabei wissen die Teilnehmer nicht, wo es lang geht. Von Hinweis zu Hinweis geht es voran. Für Essen und Übernachtung ist gesorgt. Eingepackt werden müssen nur Klamotten. Zahnbürste, Isomatte und Schlafsack“, erläutert Lindenblatt ihre Idee. „Ob in einer Scheune, in einem historischen Haus, im Zelt an einem zauberhaften Platz oder einfach unter freiem Himmel geschlafen wird, wissen die Teilnehmer ebenso wenig, wie wo die Route genau entlang führt und was alles passiert.“

Durch ihre Reiselust, die sie mit dem Rucksack kreuz und quer durch Europa und Asien getrieben habe, wisse sie: „ Man braucht nicht viel um glücklich zu sein. Die Natur unmittelbar erleben ist immer wieder eindrucksvoll. Eine Nacht unterm Sternenhimmel, dazu ein auf dem Feuer gekochtes Abendessen. Dazu unvorhergesehene Begegnungen mit Menschen vor Ort. Was braucht man mehr?“ Genau das wolle sie Menschen in kontrolliertem Rahmen bieten. Wenngleich im Vorfeld alles genau geplant sei, werde so ein Schatzsuche-Wochenende für die Teilnehmer ein echtes Abenteuer. Flexibilität und Ideenreichtum seien nicht nur in diesen Zeiten gefragt, meint die Gründerin der Eventagentur Benu Events. „Stadt-Land-Fluss-Abenteuer“ betrachte sie als zusätzliches Standbein für ihre Firma, das sie hoffentlich weiterhin durch diese Zeiten rette. Ihr Augenmerk gilt jetzt allerdings erst einmal dem Crowdfunding bis Sonntagabend: „Ich möchte so viel Geld wie möglich für das Projekt einzusammeln, damit es viele spannende Routen geben kann.“

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