Lengericher Hans Butterhof startet Petition für Schutz der Mufflons

Ministerin soll Jagdbehörde stoppen

Lengerich

Für die Mufflons im Teuto setzt sich Hans Butterhof ein, nachdem er in den WN gelesen hat, dass die Untere Jagdbehörde für deren Abschuss ist. Der Lengericher hofft, mit einer Petition Erfolg zu haben und die Tiere zu retten.

Michael Baar

Mufflon im Teutoburger Wald. Foto: Rudolf Kindler

Ob die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Ursula Heinen-Esser, das tun wird? Sie soll sich bei der Unteren Jagdbehörde beim Kreis Steinfurt dafür einsetzen, dass die Mufflons im Teutoburger Wald zwischen Lengerich und Lienen nicht getötet werden. Das ist das Ziel einer Petition, die der Lengericher Hans Butterhof auf den Weg gebracht hat.

Was ihn besonders gefuchst hat, ist die Formulierung, die von der Behörde gewählt worden ist. Sie hatte gegenüber den Westfälischen Nachrichten (Ausgabe 27. Januar) „ausdrücklich die Entnahme des Muffelwildes“ befürwortet. Was für den Lengericher nichts anderes heißt, als dass die 20 bis 25 Tiere zählende Herde getötet werden soll.

Die Argumente, die von der Unteren Jagdbehörde für diesen Schritt vorgebracht worden sind, hält Hans Butterhof für wenig stichhaltig. Befremdlich ist für ihn die Begründung, bei den Wildschafen handle es sich um eine „gebietsfremde Art“. Er hält dagegen mit dem Hinweis auf das Bundesjagdgesetz. Bei dessen Inkrafttreten galten „sämtliche Arten, die (. . .) 1953 im Bundesgebiet heimisch waren“, als heimisches Wild. Was auch auf die Mufflons zutreffe.

Kaum haltbar ist nach Auffassung des Initiators der Petition die Behauptung der Jagdbehörde, dass die Ansiedlung einer weiteren Schalenwildart das Ziel der Entwicklung der Buchenwälder – Erhöhung des Laubholzanteils und der Naturverjüngung – „noch weiter gefährdet“. Wie 20 bis 25 Mufflons, die zudem ihrem Herkunftsgebiet entsprechend eher felsige Bergregionen besiedeln, mehr Schaden anrichten sollen als Dam- und Rehwild, erschließe sich ihm nicht.

Hans Butterhof sieht in den Tiere vielmehr eine Bereicherung der heimischen Fauna. Zudem seien die hauptsächlich tagaktiven Tiere für Wanderer und Naturfreunde attraktiv. Dass die Mufflons abgeschossen werden „müssen“, sei unverhältnismäßig. Die Behauptung des Amts, es gebe keine Alternative, hält der Lengericher für „schon rein rechtlich bedenklich“ mit Blick auf das Bundesjagdgesetz.

Seine Petition hat der Lengericher am Montag gestartet. Selbstgesetztes Zielt sind 500 Unterschriften binnen zwei Wochen. Wer das für optimistisch halten sollte, irrt: Bis Mittwochmorgen haben sich bereits 540 Unterstützer in der Petition für die Wildschafe stark gemacht.

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