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Demonstrationen

Aggressive Stimmung bei Demos gegen Corona-Einschränkungen

Zunächst am Landtag, schließlich überall in der Stadt: Etwa 2000 Menschen haben am Samstag in Düsseldorf gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Laut Polizei kommt es dabei zu massenhaft Verstößen gegen die geltenden Regeln.

dpa

Polizisten der Pferdestaffel stehen mit den Pferden mitten in der Demonstration. Foto: David Young

Düsseldorf (dpa) - Bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen ist es in Düsseldorf zu Zwischenfällen gekommen. Zwei Demonstranten seien in Gewahrsam genommen worden, vier seien wegen Widerstands gegen Polizisten angezeigt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Demonstranten hätten trotz Einsatz von berittener Polizei Absperrungen durchbrochen, berichtete ein dpa-Fotoreporter.

Die Polizei habe Mühe gehabt, die Lage und die aggressive Stimmung unter Kontrolle zu halten. Am Düsseldorfer Landtag waren nach Polizeiangaben statt der angemeldeten und zugelassenen 500 rund 2000 Menschen zusammengekommen, um gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu demonstrieren.

Die Polizei habe Platzverweise ausgesprochen und zahlreiche Ordnungswidrigkeitenanzeigen aufgrund von Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung geschrieben. Es sei auch zu Sachbeschädigungen gekommen. So seien am Rheinufer Schilder, die auf die Maskenpflicht hinweisen, zerstört worden.

Die Demonstranten hätten sich im Laufe des Tages unkoordiniert vom Landtag entfernt, mit Teilnehmern einer weiteren Kundgebung zusammengeschlossen und seien in der Stadt verteilt unterwegs gewesen, sagte eine Sprecherin. Die Polizei habe Verstärkung angefordert und ihre Kräfte aufgestockt. Dennoch sei es zu massiven Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnungen gekommen.

Außerdem wurden mit einem Wohnmobil-Korso Lockerungen der Corona-Maßnahmen gefordert. Mehr als 100 Wohnmobile kurvten dabei durch die Landeshauptstadt, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Bei der Wohnmobil-Demo sei es friedlich geblieben.

© dpa-infocom, dpa:210313-99-808096/5

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