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Amprion investiert eine Milliarde Euro in Netzausbau

Dortmund (dpa/lnw)

Von dpa

Drei Monteure zeichnen sich im Licht der aufgehenden Sonne auf einem Hochspannungsmasten ab. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat erstmals innerhalb eines Jahres mehr als eine Milliarde Euro in den Bau neuer und die Erweiterung bestehender Stromleitungen investiert. Der Schwerpunkt der Investitionen habe dabei auf den großen Nord-Süd-Verbindungen gelegen, teilte Amprion am Freitag mit. Amprion ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. Sein rund 11 000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz transportiert Strom in einem Gebiet von Niedersachsen bis zu den Alpen.

Die Energiewende macht einen umfangreichen Ausbau der Stromnetze in Deutschland erforderlich. Amprion will in den kommenden zehn Jahren rund 24 Milliarden Euro in den Umbau des Energiesystems investieren. «Die nächsten Jahre sind entscheidend für den Erfolg der Energiewende», sagte Vorstandschef Hans-Jürgen Brick. Die Bauvorhaben lösen in der örtlichen Bevölkerung mitunter starke Widerstände aus. Die Einsicht in die Notwendigkeit des Netzausbaus sei aber «in der Bevölkerung spürbar angestiegen», sagte Brick. Die Kosten für die Stromleitungen landen über die sogenannten Netzentgelte auf den Stromrechnungen von Verbrauchern und Unternehmen.

Größtes Bauvorhaben von Amprion ist die Gleichstromverbindung «A-Nord»/«Ultranet» von der ostfriesischen Stadt Emden über NRW bis zum badischen Philippsburg. Über die Höchstspannungsleitung soll Windstrom in die Verbrauchszentren im Westen und Süden transportiert werden. Für den «A-Nord»-Abschnitt bis Osterath in NRW wird eine Inbetriebnahme zwischen 2025 und 2027 angepeilt. Der «Ultranet»-Abschnitt von Osterath nach Philippsburg soll zwischen 2023/24 und 2026 fertig werden.