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Appell der Intensivmediziner: «Bitte lassen Sie sich impfen»

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Gernot Marx, Klinikdirektor für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik Aachen, sowie Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) informiert über die aktuelle Corona-Lage, zur Situation in den Kliniken und dem weiteren Impf-Vorgehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Der Aachener Intensivmediziner Gernot Marx hat angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen in den Sommermonaten eindringlich dazu aufgerufen, sich möglichst bald impfen zu lassen. «Wir sollten nicht vergessen: Wir befinden uns immer noch in einer Pandemie und wir sind noch nicht über den Berg», sagte Marx in einer gemeinsamen Pressegespräch mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Um einen deutlichem Anstieg der Zahlen im Herbst und Winter zu verhindern, müssten sich in den kommenden Wochen noch deutlich mehr Menschen impfen lassen. Er verwies auf den zu erwartenden saisonalen Verlauf.

Deshalb laute der Appell: «Bitte lassen Sie sich impfen». Wer sich impfen lasse, schütze sich selbst, sein Umfeld und sorge auch dafür, dass der Bedarf an Intensivbetten möglichst gering bliebe. Wer vollständig geimpft ist, sei vor schweren Verläufen wirksam geschützt. Alle hätten es selbst in der Hand, die vierte Welle kleinzuhalten und die Pandemie zu bewältigen. Auch das Tragen der Mund-Nasen-Maske und die Beachtung der AHA-Regeln seien wichtig.

Die Zahl der Intensivpatienten liege aktuell schon deutlich über den Vorjahreszahlen und die Tendenz sei steigend, erläuterte Marx, der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin ist. Marx berichtete nach Verbandszahlen von 548 Menschen, die wegen Corona intensivmedizinisch behandelt würden. Vor einem Jahr seien es nur 226 gewesen, also weniger als halb so viele. Viele Patienten auf den Intensivstationen seien noch aus der dritten Welle. Etwa drei Prozent der Intensivkapazitäten würden derzeit für Corona-Patienten benötigt. Die Lage sei noch sehr gut im Griff.

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