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Fußball

Auch Gladbach gewinnt nicht bei Union: «Macht schon stolz»

Borussia Mönchengladbach holt bei Union Berlin nur einen Punkt. Die Köpenicker beweisen einmal mehr ihre Heimstärke und leisten sich kaum Fehler. Damit ist auch eine kleine Negativserie gestoppt.

dpa

Mönchengladbachs Stefan Lainer (l-r) gegen Berlins Robert Andrich und Taiwo Awoniyi. Foto: Andreas Gora

Berlin (dpa) - Urs Fischer war auch bei eisigen Temperaturen noch zu Späßen aufgelegt. Nach dem 1:1 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach scherzte der Trainer des 1. FC Union Berlin am Samstag mit seinem Schweizer Landsmann Yann Sommer auf dem Platz. Während der Torhüter der Gladbacher mit dem Remis nicht so ganz zufrieden sein konnte und kurz mit den Schultern zuckte, war der nächste verdiente Punktgewinn gegen ein Spitzenteam ganz nach dem Geschmack von Fischer.

«Ich habe eine gute Leistung meiner Mannschaft gesehen. Wenn wir es ein bisschen präziser zu Ende spielen, wäre vielleicht sogar mehr möglich gewesen», sagte Fischer. Gladbachs Coach Marco Rose meinte: «Wir hätten natürlich schon gerne gewonnen. Das war ein Spiel gegen einen sehr gut organisierten Gegner. Hut ab vor Union Berlin! Sie kommen nicht nur über Kampf, sondern können auch Fußball spielen.»

Auch die Borussia konnte die starke Heimserie der Berliner nicht beenden. Zwar sind die Fohlen nun seit sechs Begegnungen unbezwungen, die Champions-League-Ambitionen erhielten aber einen kleinen Dämpfer. Im Stadion An der Alten Försterei blieben die gut organisierten Hauptstädter hingegen im neunten Heimspiel in Serie ohne Niederlage. Zuvor konnten bereits Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen in dieser Saison nicht in Berlin-Köpenick gewinnen.

«Das macht schon stolz. Es ist immer schwer, hier in der Alten Försterei etwas mitzunehmen, selbst ohne Fans», sagte Union-Profi Robert Andrich. Auch Robin Knoche meinte: «Mit einem Punkt gegen Gladbach, die gerade gut drauf sind, können wir zufrieden sein.»

Berlin war durch Knoche (31. Minute) in Führung gegangen, den Ausgleich für die Borussia erzielte Alassane Plea (59.). Nach zuvor zwei Auswärtsniederlagen holten die Gastgeber zumindest einen Zähler und haben weiterhin durchaus Möglichkeiten, sich im zweiten Jahr im Oberhaus erstmals für den europäischen Wettbewerb zu qualifizieren.

Union startete nach den beiden Pleiten in Leipzig und Augsburg engagiert und nutzte gleich die erste Möglichkeit. Nach einem Freistoß von Marcus Ingvartsen war Knoche mit dem Kopf zur Stelle. Der Premierentreffer des Ex-Wolfsburgers war zugleich Unions zehntes Kopfballtor in dieser Spielzeit. So viele hatte zu diesem Zeitpunkt lediglich Rekordmeister Bayern München verbucht.

Und Gladbach? In der ersten Halbzeit lief für die Gäste in einem lange Zeit wenig ansehnlichen Duell nicht viel zusammen. Während die Berliner das Spiel bestimmten, aber nur selten gefährlich waren, versuchte es die Borussia erfolglos mit Kontern.

Kurz nach dem Seitenwechsel lief Teuchert aus spitzem Winkel auf Gladbachs Keeper Yann Sommer zu, scheiterte jedoch (50.) und verpasste kurz darauf eine Flanke von Gießelmann (56.). Gladbach bestrafte das durch Plea, ehe Union einen weiteren Schock verkraften musste. Stammkeeper Andreas Luthe wurde nach einem unschönen Zusammenprall mit Knoche und Thuram ausgewechselt. «Es geht ihm gut, aber es wird noch genauer abgeklärt. Ihm war schwindelig, da liegt es in unseren Verantwortung, einen Wechsel vorzunehmen», sagte Fischer.

Der vom FC Liverpool ausgeliehene Loris Karius gab so unverhofft sein Bundesliga-Debüt für die Berliner. Bei seiner Rückkehr im Oberhaus nach 1722 Tagen agierte der 27-Jährige souverän und zeigte in der Nachspielzeit noch eine sehenswerte Parade.

© dpa-infocom, dpa:210130-99-236163/3

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