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Ausstoß von Treibhausgasen in NRW 2020 weiter gesunken

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Andreas Pinkwart (FDP) spricht. Foto: David Young/dpa/Archivbild

Der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen in Nordrhein-Westfalen ist 2020 nach vorläufigen Zahlen um 11 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 zurückgegangen. Er lag damit 45 Prozent unter dem Ausstoß des Jahres 1990, wie das NRW-Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte.

Das Ministerium berief sich auf vorläufige Zahlen des Landesumweltamtes. Demnach wurden 2020 insgesamt Treibhausgase ausgestoßen, die einer Menge von 203,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) entsprachen. 2019 betrug dieses sogenannte CO2-Äquivalent noch 228,5 Millionen Tonnen. Der Rückgang der Emissionen von 2018 auf 2019 hatte bei 13 Prozent gelegen.

Die Minderungen sind laut Ministerium teilweise auf die Einschränkungen während der Corona-Pandemie zurückzuführen. So sei der Flugverkehr 2020 um rund 62 Prozent zurückgegangen, wodurch die Emissionen um 0,3 Millionen auf 0,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente reduziert worden seien. Als weiteren Grund nannte das Ministerium den Ausstieg aus der Kohleverstromung. So seien 2020 weitere Kraftwerksblöcke wie das Kraftwerk Lünen oder das Heizkraftwerk Elberfeld abgeschaltet oder in Sicherheitsbereitschaft überführt worden.

Der Rückgang in der Energiewirtschaft lag insgesamt bei rund 15 Prozent, im Sektor Industrie bei gut 8 Prozent. Für den Verkehrssektor gibt das Lanuv rund 11 Prozent Minderung gegenüber 2019 an. Dies sei vor allem auf den ersten Lockdown während der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Bei den Emissionsminderungen sei NRW deutlich besser als der Bundesschnitt, betonte das Ministerium. Nach vorläufigen Zahlen des Bundesumweltministeriums sei bundesweit eine Treibhausgasminderung von 40,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 erreicht worden.

Die Zahlen zeigten: «Nordrhein-Westfalen ist auf einem guten Weg, die gerade erst in der Novellierung des Klimaschutzgesetzes deutlich verschärften Ziele nachhaltig zu erreichen», erklärte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Das Anfang Juli verabschiedete Klimaschutzgesetz NRW sieht eine Verringerung der Treibhausgas-Emissionen um 65 Prozent bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 vor. 2045 soll NRW dann komplett treibhausgasneutral wirtschaften.

Vom Lanuv erfasst wird neben Kohlendioxid unter anderem der Ausstoß der Treibhausgase Methan, Lachgas sowie halogenierten und perfluorierten Kohlenwasserstoffen.

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