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Ausufernde Partys aufgelöst: Angriffe auf Polizisten

Köln/Münster (dpa/ln

In Köln und Münster laufen in der Nacht Open-Air-Partys an beliebten Orten aus dem Ruder: Feiernde widersetzen sich Aufforderungen, bewerfen Einsatzkräfte mit Flaschen, zünden Böller und randalieren. Mehrere Beamte werden verletzt.

Von dpa

Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht an einem Einsatzort. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Flaschenwürfe, Pyrotechnik und Körperverletzungen: In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen sind in der Nacht auf Samstag Open-Air-Partys eskaliert. Etwa im Grüngürtel am Aachener Weiher in Köln seien bei der Auflösung einer Feier mit rund 1000 Teilnehmern zwei Polizisten und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes durch Flaschenwürfe leicht verletzt worden, berichtete ein Polizeisprecher am Samstagmorgen. Alle drei seien jedoch dienstfähig geblieben.

«Die Aggressivität und Respektlosigkeit gegenüber den Kollegen des Ordnungsdienstes und der Polizei hat mich tief erschüttert», sagte Andrea Blome, Leiterin des Krisenstabs der Stadt Köln, am Nachmittag in einer Stellungnahme. Während in weiten Teilen des Stadtgebietes die Menschen die Lockerungen der Corona-Regeln verantwortungsvoll im Freien genossen hätten, sei die Situation am Aachener Weiher eskaliert. Allerdings gehe es hier nicht nur um Corona, sondern um die Regeln eines respektvollen und solidarischen Zusammenlebens. «Aggressiven Chaoten werden wir uns mit aller Entschiedenheit entgegen stellen», kündigte Blome an.

Die Kölner Polizei will nun die Zahl der Einsatzkräfte in der Nacht auf Sonntag erhöhen. «Wir sind besser vorbereitet», sagte ein Sprecher am Nachmittag. Den Angaben zufolge hatte die Stadt die Polizei am Freitag gegen 23.00 Uhr um Amtshilfe bei der Auflösung der Party am Aachener Weiher gebeten. Diese sei mit «starken Kräften» dorthin gefahren und habe zwei DJ-Pulte sichergestellt. «Die DJs waren aber schon flüchtig», so der Sprecher am Morgen weiter. Die Menge habe sich dann zerstreut. Mehrere Anzeigen seien gefertigt worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine organisierte Party gehandelt hat.

Auch in Münster räumte die Polizei «wegen aggressiver Randalierer» eine beliebte Wiese am Aasee. Nachdem Kontrollen der Stadt zunächst Wirkung gezeigt und Hunderte Besucher friedlich gefeiert hatten, sei die Situation im Laufe der Nacht eskaliert, teilte die Polizei mit. Bis zu 250 teils betrunkene Menschen hätten sich versammelt, Böller gezündet, Plastik- und Glasflaschen auf die Einsatzkräfte geworfen und Aufforderungen über Lautsprecherdurchsagen ignoriert. Ein Mann habe sich etwa nach einem Körperverletzungsdelikt den Maßnahmen widersetzt und einen Polizisten leicht verletzt.

Nach der Räumung kam es laut Polizei auch zu Sachbeschädigungen an Blumenkübeln und Fahrrädern sowie Lärmbelästigungen. Die Beamten fertigten zahlreiche Strafanzeigen. Fünf Menschen wurden in Gewahrsam genommen und mussten die Nacht im Polizeipräsidium verbringen.

In Düsseldorf sei es am Freitagabend dagegen weitestgehend ruhig geblieben, sagte ein Polizeisprecher. Es sei ein normaler Alltag in der Altstadt gewesen - ohne besondere Ausschreitungen.

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