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Tiere

Bienen leiden unter Futtermangel: Ernte verschiebt sich

Der eisige April mit vielen Frosttagen hat die Blüte der Pflanzen verzögert. So fanden die Bienen keine Nahrung. Die erste Honigernte dürfte damit später als sonst üblich kommen und bescheiden ausfallen.

dpa

Eine Biene sammelt von einem blühenden Weidekätzchen die Pollen ein. Foto: Caroline Seidel

Köln (dpa/lnw) - Das kühle Wetter im April hat die Blüte der Pflanzen verzögert und bei vielen Bienenvölkern für Futtermangel gesorgt. Vielfach müssten die Imker ihre Bienen deshalb mit Zuckerlösungen nachfüttern, teilte die Landwirtschaftskammer NRW mit. Erst die Wärme der vergangenen Tage habe Obstbäume, Beerensträucher und Blütenpflanzen, wie zum Beispiel Raps, blühen lassen, so dass die Bienen Nektar sammeln können.

Die erste Honigernte, die normalerweise Mitte Juni beginnt, werde sich allerdings nach hinten verschieben, die Erträge würden wohl geringer ausfallen, oder es werde gar keine frühe Ernte geben.

In NRW gibt es laut Kammer rund 17 200 Imker mit etwa 110 000 Bienenvölkern. Die allermeisten Imker machen dies als Hobby. Die Zahl der Berufsimkereien liegt bundesweit nur bei einigen Hundert.

Auch 2020 hatten die Imker mit dem Wetter Probleme. Im vergangenen Jahr war es zu trocken, so dass viele Blumen zwar blühten, aber zu wenig Nektar hatten. Die Honigernte fiel deshalb nur mittelmäßig aus, wie die Imker im Herbst 2020 mitgeteilt hatten. Pro abgeerntetem Bienenvolk gab es 2020 im Schnitt rund 36 Kilogramm Honig. Bundesweit stammen etwa drei Viertel des Honigs aus dem Ausland, vor allem aus Rumänien, Brasilien, Mexiko und China. Deutscher Honig wird fast vollständig im Inland verkauft.

© dpa-infocom, dpa:210516-99-615721/2

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