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Bundesanstalt untersucht tödlichen Flugzeugabsturz

Grefrath (dpa/lnw) - Nach dem Absturz eines Leichtflugzeuges in Grefrath am Niederrhein haben Experten der Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchungen (BFU) am Donnerstag mit der Suche nach der Ursache begonnen. Die Maschine war am Mittwochabend im Landeanflug auf den dortigen Flugplatz aus geringer Höhe plötzlich nach links weggekippt und abgestürzt.

dpa

Die Wrackteile eines abgestürzten Flugzeugs liegen an einem Waldrand. Foto: Arnulf Stoffel

Ein 32 Jahre alter Flugschüler kam dabei ums Leben. Der 60 Jahre alte Fluglehrer wurde mit schweren Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen, wie die Polizei in Viersen am Mittwochabend mitgeteilt hatte.

«Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist höchstwahrscheinlich davon auszugehen, dass der 32-jährige Grefrather während der Flugstunde das Flugzeug gesteuert hat», teilte die Polizei mit.

Allerdings sei die Maschine mit einem Doppelsteuer ausgestattet. Es könnten also beide Piloten gleichzeitig die Hand am Steuer gehabt haben, sagte der Geschäftsführer der Flugschule am Grefrather Flugplatz, Stefan Krabbe. Der aus Grefrath stammende Flugschüler war laut Polizei noch am Unfallort gestorben.

Das Flugzeug sei kurz vor dem Unfall noch in einer aufwendigen großen Inspektion gewesen und dafür komplett demontiert, gecheckt und wieder zusammengebaut worden, sagte Krabbe. Motor und Propeller seien fast neu gewesen. «Es ist für uns völlig rätselhaft.»

Krabbe schätzte die Höhe der Maschine beim Absturz auf 60 bis 100 Meter. «Die waren im Endanflug.» Mehrere Zeugen hätten den Absturz gesehen, darunter ein Pilot, der mit seinem Flugzeug hinter der Maschine herflog und nach ihr landen wollte.

Der Schulungsbetrieb sei vorerst gestoppt, sagte Krabbe. «Wir sind alle geschockt.»

© dpa-infocom, dpa:210527-99-761533/4

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