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Corona-Einsatz der Bundeswehr in NRW dauert an

Düsseldorf (dpa/lnw)

Zu Beginn der Pandemie ging es vor allem um die Nachverfolgung von Kontakten Corona-Infizierter. Die Kreise und kreisfreien Städte kamen kaum noch hinterher. Dann ging es auch um das Impfen. Soldaten der Bundeswehr sind dafür weiter im Einsatz. Doch der Bedarf nimmt ab.

Von dpa

Die Deutschlandflagge ist auf der Uniform eines Bundeswehrsoldaten zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Illustration

Die Bundeswehr wird in Nordrhein-Westfalen auch nach den deutlich gesunkenen Corona-Infektionszahlen der vergangenen Wochen vielerorts weiter als wichtiger Helfer in Anspruch genommen. «Wenn auch mit zunehmendem Beherrschen der Pandemie der Personaleinsatz der Bundeswehr zwangsläufig abnehmen wird, ist klar, dass wir unseren Hilfeleistungseinsatz so lange fortsetzen werden, wie man uns braucht und wir die hierzu erforderlichen Mittel haben», sagte der Bundeswehr-Sprecher in NRW, Oberstleutnant Stefan Heydt, der Deutschen Presse-Agentur.

Einerseits könnten Kreise wie der Oberbergische Kreis durch die sinkenden Zahlen die wichtige Kontaktpersonen-Nachverfolgung nun mit ihren eigenen Kräften bewerkstelligen. Andererseits helfe die Bundeswehr in den Impfzentren derzeit landesweit mit 230 Personen. «Im Impfzentrum Köln unterstützen wir darüber hinaus aktiv mit Sanitätspersonal, das Impfungen durchführt», erläuterte Sprecher. Aktuell liefen im bevölkerungsreichsten Bundesland noch 63 Hilfeleistungen. Dabei seien derzeit insgesamt rund 950 Unterstützungskräfte in NRW im Einsatz. Die Einsätze der Bundeswehr in der Corona-Krise seien im März des vergangenen Jahres gestartet worden. «In dieser Zeit haben wir in 910 Hilfeleistungen die hiesigen Kommunen unterstützt», erklärte der Sprecher. Zu Hochzeiten Ende Februar seien 1900 Soldatinnen und Soldaten in 125 Hilfeleistungen im Einsatz gewesen. «Im Zuge der Eindämmung der Pandemie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe war und wird die Bundeswehr weiterhin ein verlässlicher Partner sein.» Nach früheren Angaben half die Bundeswehr im vergangenen Herbst zeitweise auch mit mobilen Abstrichteams.

Der Oberbergische Kreis hatte jüngst mitgeteilt, der Hilfeleistungsantrag für die Kontaktpersonen-Nachverfolgung sei nach neun Monaten am Freitag ausgelaufen. Angesichts des Infektionsgeschehens sei kein Verlängerungsantrag gestellt worden. Anfangs unterstützten 10 bis 15 Soldaten das Gesundheitsamt. Zuletzt seien es noch 5 gewesen. Insbesondere als das Infektionsgeschehen sehr hoch war, hätten sie geholfen, täglich Tausende Anrufe abzuarbeiten und Kontaktpersonen über die erforderlichen Maßnahmen zu informieren. Weiterhin helfen demnach 14 Soldaten im oberbergischen Impfzentrum aus. Ende Juni ende ihr Dienst, weil dann auch dieser Hilfeleistungsantrag auslaufe.

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