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Arbeitsmarkt

Corona-Krise trifft Minijobber besonders hart

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Corona-Krise hat Frauen und Männer mit einem Minijob besonders hart getroffen. «Diese Form der Beschäftigung reagiert sehr schnell auf konjunkturelle Einschränkungen», sagte Torsten Withake, Chef der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, am Donnerstag in einer Arbeitsmarkt-Bilanz ein Jahr nach dem ersten Corona-Lockdown.

dpa

Der Chef der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit Torsten Withake während einer Pressekonferenz. Foto: Roland Weihrauch

Im Juni 2020 seien durch die Pandemie knapp mehr als 95 000 geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse verloren gegangen. Darunter seien rund 64 000 Jobs von Frauen, betonte Withake. Damit hätten rund zehn Prozent der Minijobberinnen ihre Anstellung verloren, bei den Männern seien es mit 31 000 knapp sieben Prozent aller ausschließlich geringfügig Beschäftigten gewesen.

Für geringfügig Beschäftigte hat der Verlust des Jobs gravierende Folgen. «Es gibt für Menschen, die ausschließlich in Minijobs arbeiten, keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, und auch ein Anspruch auf Arbeitslosengeld wird nicht erworben», erläuterte Withake.

Insgesamt fiel seine Bilanz aber recht positiv aus. Nachdem der Arbeitsmarkt im Frühjahr 2020 wie noch nie zuvor eingebrochen sei, habe er sich nach den Sommerferien und im Herbst stärker erholt als erwartet. «Der Lockdown im Winter hat die gute Entwicklung seit Herbst zwar merklich abgeschwächt, aber bis jetzt nicht ausbremsen können.»

© dpa-infocom, dpa:210311-99-782709/2

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