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Damenmode-Händler Bonita plant Comeback

Hamminkeln (dpa) - Der angeschlagene Damenmode-Händler Bonita will das im vergangenen Jahr eingeleitete Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung noch in diesem Monat beenden und neu durchstarten. Das Amtsgericht Hamburg habe den bereits im Februar von den Gläubigern gebilligten Insolvenzplan bestätigt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit habe Bonita die letzte Hürde des Sanierungsverfahrens genommen, und der Erhalt des Unternehmens sei gesichert.

dpa

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert

«Das ist ein großer Erfolg», betonte der vom Gericht eingesetzte Sachwalter Sven-Holger Undritz angesichts der Herausforderungen für den Handel durch die Corona-Krise. Nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens bleibt Karsten Oberheide alleiniger Geschäftsführer.

Die 1969 gegründete Modemarke Bonita hatte im vergangenen Jahr Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Das schon vor der Pandemie angeschlagene Unternehmen gehörte damals noch zur Tom-Tailor-Gruppe, wurde im Verlauf des Insolvenzverfahrens jedoch im Rahmen eines Management-Buy-Out von einem Investoren-Team um Geschäftsführer Oberheide übernommen.

Das Unternehmen hatte bereits in den vergangenen Jahren sein Filialnetz deutlich verkleinert und im Zuge des Insolvenzverfahrens weitere Schließungen vorgenommen. Aktuell verfügt Bonita nach eigenen Angaben noch über rund 450 eigene Filialen und rund 50 Verkaufsstellen bei Partnern wie Galeria Karstadt Kaufhof. Der Modehändler beschäftigt aktuell noch rund 1800 Mitarbeiter.

© dpa-infocom, dpa:210315-99-832439/2

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