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Musik

Diekmann übergibt seinen musikalischen Humperdinck-Schatz

Siegburg (dpa) - Der ehemalige «Bild»-Chefredakteur Kai Diekmann hat Siegburg einen von ihm gehobenen musikalischen Schatz rund um den Komponisten Engelbert Humperdinck (1854-1921) übergeben. Der Medienmacher war am Dienstag in der Stadt in der Nähe von Bonn zu Gast - mitsamt einem Poesiealbum sowie einem Gedichtband von Humperdincks Vater Gustav, wie ein Stadtsprecher mitteilte. «In den Zeilen verarbeitet Humperdinck sen. unter anderem den Tod seiner Tochter Ernestine, der ja das Poesiealbum gehörte», erläuterte er.

dpa

Kai Diekmann (r), Medienmacher und ehemaliger BILD-Chefredakteur, übergibt ein Poesiealbum. Foto: Oliver Berg

Beide Exponate sollen als Leihgabe in der Ausstellung «Hokuspokus Hexenschuss» zu sehen sein, die Siegburg vom 21. März an Humperdinck widmet. Der Komponist, der mit «Hänsel und Gretel» eine der meistgespielten Opern der Welt schuf, wurde in Siegburg geboren.

In Diekmanns Poesiealbum ist nach Angaben der Stadt das Klavierstück mit dem Titel «Erinnerung» zu finden, das Humperdinck damals seiner Schwester widmete. Der ehemalige «Bild»-Chefredakteur erwarb das Album bei einer Auktion. Zwischen ihm und Humperdinck gibt es eine biografische Verbindung: 1906 lebte der Komponist vorübergehend in einem Haus auf Usedom, das nun Diekmann gehört.

Das Stück des damals gerade Siebzehnjährigen gilt als zweitälteste authentisch erhaltene Komposition Humperdincks, da dessen Frühwerk bei einem Brand zerstört wurde. Seine Entdeckung war daher eine kleine Sensation.

© dpa-infocom, dpa:210316-99-846067/2

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