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Gesundheit

Ein Jahr «Taskforce Corona» mit Nachbarländern

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalen hält an offenen Grenzen zu den Niederlanden und Belgien fest. Ein Jahr nach Gründung der «Cross-Border Taskforce Corona» mit den beiden Nachbarländern zog Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner eine positive Bilanz. «Wir haben täglich voneinander gelernt und Strategien abgeglichen», sagte der CDU-Politiker am Montag zum einjährigen Bestehen des gemeinsamen Gremiums in einer Online-Pressekonferenz.

dpa

Für die Niederlande betonte Innen-Staatssekretär Raymond Knops die wirtschaftliche Bedeutung der Grenzregion. Täglich kämen 43 000 Pendler aus Deutschland in die Niederlande. Zum Arbeitsplatz in Deutschland überquerten 9000 Niederländer die Grenze. Die Taskforce hatte unter anderem dafür Sorge getragen, dass Grenzpendler durch Homeoffice wegen der Corona-Pandemie keine Nachteile haben. Der niederländische Staatssekretär sah für die Grenzregionen in wirtschaftlicher Sicht noch Luft nach oben.

Holthoff-Pförtner sagte, die Taskforce habe im vergangenen Jahr 70 Male getagt: «Wir haben jederzeit dafür Sorge getragen, dass die Grenzen durchlässig blieben». Auch der belgische Botschafter in Deutschland, Geert Muylle, betonte die Bedeutung offener Grenzen. Die Pandemie könne nur in Solidarität bewältigt werden.

NRW und die Niederlande haben eine 400 Kilometer lange gemeinsame Grenze. Das Auswärtige Amt rät derzeit wegen der hohen Infektionszahlen von touristischen Reisen in das Nachbarland ab. Auf die Frage nach Urlaubsreisen nach Holland sagte Knops, über Frühjahr und Sommer könne man noch nichts sagen. Aber wenn die Zahlen dann so hoch wären wie derzeit, gebe es keine Möglichkeiten. Die Niederlande setzten auf eine hohe Zahl von Impfungen in den nächsten Monaten um eine Situation zu bekommen, in der Reisen wieder möglich sein werden.

© dpa-infocom, dpa:210322-99-921733/2

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