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Prozesse

Freispruch für Boxer nach Auseinandersetzung mit Saunagast

Bonn (dpa/lnw) - Nach einer Auseinandersetzung mit einem Saunagast hat das Bonner Landgericht einen Boxer in zweiter Instanz vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen. Der 34-Jährige habe sich in einer Notwehrlage befunden, als er den anderen Mann mit einem Mülleimerdeckel bewusstlos geschlagen habe, verkündete das Gericht am Mittwoch. In erster Instanz war der Boxer zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Sportler hatte sich aber zu Unrecht verurteilt gefühlt und war in Berufung gegangen.

dpa

Ein Justizmitarbeiter schließt die Tür zu einem Verhandlungssaal. Foto: Patrick Pleul

Der 34-Jährige war im August 2019 einer Bademeisterin zu Hilfe gekommen, die von einem Gast beschimpft und beleidigt worden sei. Der Gast soll den Boxer - in Unkenntnis seiner sportlichen Fähigkeiten - aufgefordert haben, mit ihm vor die Tür zu gehen, um die Sache zu klären. Bei der anschließenden Konfrontation ging der Aggressor bewusstlos zu Boden. Der Angeklagte habe in der Notlage zuschlagen dürfen, hieß es im Urteil vom Mittwoch.

© dpa-infocom, dpa:210505-99-480951/2

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