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Handwerk

Friseur-Handwerk demonstriert gegen Corona-Schließungen

Solingen (dpa/lnw) - Etwa 120 Friseurinnen und Friseure haben in Solingen gegen die Corona-Schließungen protestiert und schnelle staatliche Hilfen gefordert. «Der Staat hat unserer Branche kaum geholfen und lässt uns nun im Ungewissen, wann wir endlich wieder aufmachen können», sagte die Friseurmeisterin Melanie Tillert am Freitag. Die 39-Jährige hat in der Stadt einen Friseursalon samt Fußpflege-Bereich. «Es geht um unsere Existenzen», sagte sie.

dpa

Eine Friseurin hält ein Schild mit der Aufschrift "Schaffen wir das??? Steuerzahlende Friseure in Not!". Foto: Federico Gambarini

Seit Mitte Dezember sind alle Friseursalons in Deutschland als Coronamaßnahme geschlossen. «Wir hoffen, dass wir Mitte Februar wieder aufmachen können - damit wir wieder unserer Rechnungen bezahlen können und auf niemanden angewiesen sind», sagte Tillert. Im Gesamtjahr 2020 habe ihr Geschäft einen Umsatzeinbruch von etwa einem Drittel hinnehmen müssen. Von ihren acht Bedienplätzen konnte sie wegen Hygienemaßnahmen und Mindestabstand nach eigenen Angaben nur vier weiterführen.

Das Motto der Demo lautete «Wir machen schön, nicht krank». Tillert trug ein schwarzes Kostüm, auf dem Slogans standen wie «Stoppt das Friseursterben» oder «Ich liebe meinen Beruf». Andere Demonstranten trugen ebenfalls schwarz als Zeichen der Trauer und der tiefen Besorgnis. «Schaffen wir das??? Steuerzahlende Friseure in Not», stand etwa auf einem Transparent.

© dpa-infocom, dpa:210129-99-226416/2

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