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Corona-Schutz

Gebauer: Keine Verschärfung der Maßnahmen an Schulen geplant

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gibt eine Pressekonferenz zum Schuljahr. Foto: David Young/dpa

Trotz rasant steigender Corona-Infektionszahlen unter Schulkindern plant die nordrhein-westfälische Landesregierung keine schärferen Schutzmaßnahmen an den Schulen. «Unsere Schutzmaßnahmen greifen», sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags. Es müssten jetzt «nicht voreilig» weitergehende Maßnahmen ergriffen werden, die das Recht auf Bildung weiter einschränkten.

Der Präsenzunterricht solle aufrecht erhalten werden, sagte Gebauer. Nicht mehr der Inzidenzwert dürfe ausschlaggebend für Schulschließungen sein. Die Landesregierung habe einen inzidenzunabhängigen Schulunterricht beschlossen.

Die oppositionellen Grünen hatten mit einer Dringliche Frage Antworten der schwarz-gelben Landesregierung gefordert, wie sie auf die rasante Steigerung der Inzidenzen reagieren wolle.

Gebauer verwies auf die Hygienemaßnahmen an den Schulen und die laufende Impfkampagne bei 12- bis 17-Jährigen. Bis zu den Herbstferien würden zudem nicht geimpfte Schüler weiter getestet. Es sei jedoch «unrealistisch», davon auszugehen, dass angesichts des beschlossenen Präsenzunterrichts jede einzelne Infektion an den Schulen verhindert werden können, so Gebauer.

Die steigenden Infektionszahlen mit Schuljahresbeginn vor zwei Wochen seien absehbar gewesen. Sie seien auch durch Reiserückkehrer ausgelöst worden. Daher müssten die bisherigen Schutzmaßnahmen weiter gelten. «Unsere Schulen waren sicher und sind auch weiterhin sichere Orte», sagte die FDP-Politikerin.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW war bis Mittwoch zwar auf 120,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gesunken. Allerdings ist die Inzidenz in der Altersgruppe der Schulkinder weiterhin mit Abstand am höchsten und erreicht Werte teilweise weit über 300. Gut 30 000 Schüler in Nordrhein-Westfalen sind nach aktuellsten Rückmeldungen in Quarantäne geschickt worden. Das entspricht etwa 1,6 Prozent der Schülerschaft. Unter allen Schülerinnen und Schülern wurde bei etwa 0,35 Prozent - 6561 Personen - eine Corona-Infektion bestätigt.

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