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Gefährliche Salamanderpest breitet sich weiter aus

Köln (dpa/lnw)

Der Feuersalamander ist vor allem im Ruhrgebiet und in der Eifel vom gefährlichen Hautpilz Bsal bedroht. Im Kölner Regierungsbezirk sind ganze Populationen ausgerottet.

Von dpa

Ein Feuersalamander kriecht über den Waldboden. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Die Salamanderpest greift in Nordrhein-Westfalen immer weiter um sich: Der Hautpilz Bsal verbreite sich in Wäldern und Naturschutzgebieten des Kölner Regierungsbezirkes sehr rasch und habe schon mehrere Feuersalamander-Populationen ausgerottet, teilte die Bezirksregierung mit. Die Infektionskrankheit führe unausweichlich zu einem qualvollen Tod. Neben der streng unter Naturschutz stehenden Amphibie seien auch andere Lurcharten wie der Kammmolch bedroht. Besonders in der Nordeifel verbreite sich der Pilz, aber auch in anderen Gebieten komme es zu deutlichen Bestandsrückgängen.

Ähnlich wie beim Coronavirus muss man die Infektionskette unterbrechen, um eine Ausbreitung zu stoppen, wie die Behörde in Köln schilderte. Verbreitet werde der Hautpilz über kontaminierten Schlamm und Waldboden, der etwa an Schuhen und Fahrradreifen hängt und in andere Gebiete weitergetragen wird. Es sei nachgewiesen, dass Bsal am häufigsten in von Menschen stark frequentierten Gebieten auftrete. Um die Krankheit einzudämmen, sollten Spaziergänger und Radfahrer feste Wege nicht verlassen und Hunde an der Leine führen.

Die Naturschutzorganisation Agard warnt schon lange vor der Infektionskrankheit, die dem Feuersalamander vor allem auch im Ruhrgebiet stark zusetzt. Der Klimawandel mit ausgetrockneten Wäldern und weniger Laichgewässern bedrohe den Fortbestand zusätzlich. Der Pilz stammt vermutlich aus Asien und ist neben NRW auch in Bayern aufgetreten. Er lässt sich Experten zufolge nicht mehr aufhalten, die Ausbreitung nur noch verlangsamen.

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