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Hochwasser an Flüssen in der Eifel und im Sauerland

Duisburg (dpa/lnw)

Von dpa

Ein Mann steht mit Regenschirm am Rheinufer. Foto: Oliver Berg/dpa

Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Stunden sind an zahlreichen Flüssen in Nordrhein-Westfalen Hochwasser-Warnwerte überschritten. «Das ist eine Situation, wie wir sie sonst allenfalls aus dem Winter kennen. Im Sommer ist sowas in der Fläche und Intensität absolut ungewöhnlich», sagte der Leiter des Hochwasserinformationsdienstes des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv), Bernd Mehlig, am Mittwoch in Duisburg.

So führten die Lenne und die Volme im Sauerland derzeit Hochwasser. In der Region habe es stellenweise bis zu 100 Liter den Quadratmeter in nur wenigen Stunden geregnet. Eine Messestelle des Lanuv in Hagen registrierte 170 Liter pro Quadratmeter Niederschlag binnen eines Tages - 140 Liter davon seien in nur drei Stunden gefallen.

Auch in der Eifel machen steigende Pegelstände von Inde und Wurm nach «langanhaltendem Bindfadenregen» Sorgen. Beide Gewässer münden in die Rur und lassen auch dort die Wasserstände steigen. So drohte am Mittwoch der Fluss Inde den historische Stadtkern von Kornelimünster in Aachen zu überfluten, wie die Stadt mitteilte.

Der Hochwasser-Experte Mehlig sprach für das Sauerland und die Eifel von einer ernstzunehmenden Situation, in der die örtlichen Feuerwehren sich mancherorts weiter auf Überflutungen einstellen müssten. «Die Böden sind gesättigt und können kein Wasser mehr aufnehmen. Das, was jetzt an Regen dazukommt, wird sich direkt in den Gewässern bemerkbar machen», sagte Mehlig.

Es sei noch bis Donnerstag mit steigenden Wasserständen auch an den größeren Flüssen, etwa der Ruhr, der Rur sowie Erft und Sieg zu rechnen. «Auch wenn die Regenfälle in der Nacht abklingen, fließt noch das ganze Waser aus dem Einzugsgebiet der Flüsse zusammen», sagte Mehlig.

Die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes mit Gewittern und extremem Starkregen gelten für den Südwesten von Nordrhein-Westfalen noch bis zum Donnerstagmorgen. Dann könnten erneut Eifel, Sauerland, Rheinland, Ruhrgebiet und Bergisches Land von neuen heftigen Niederschlägen betroffen sein.

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