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IG Metall: Mehr Geld für Beschäftigte der Stahlindustrie

Frankfurt/Main (dpa/lrs) - Die rund 15 000 Beschäftigten der saarländischen Stahlindustrie bekommen im September eine Corona-Beihilfe von 500 Euro. Diese Einmalzahlung ist ein Ergebnis der Verhandlungen zwischen der IG Metall Mitte und den Arbeitgebern, die in der Nacht zum Mittwoch endeten. Nach Angaben der Gewerkschaft umfasst das erzielte Tarifergebnis zudem eine dauerhafte Entgelterhöhung. «Wir haben für die Stahlindustrie an der Saar einen guten Kompromiss gefunden», teilte IG Metall-Verhandlungsführer und Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, mit.

dpa

Das Logo der IG Metall hängt über einer Bühne. Foto: Daniel Karmann

Neben der bestehenden jährlichen Zahlung aus dem Tarifvertrag «zusätzliche Vergütung» von 1000 Euro werde ab 2023 im Februar eine wiederkehrende Zahlung in Höhe von 600 Euro ausgezahlt. In der Zwischenphase erhielten die Beschäftigten 500 Euro, die im Februar 2022 ausbezahlt werden sollen, hieß es. Auszubildende erhalten im September auch eine Corona-Beihilfe von 300 Euro, eine Tarifzahlung im Februar von weiteren 300 Euro und eine jährliche tarifliche Erhöhung von 360 Euro ab Februar 2023.

Laut Arbeitgeberseite, dem Verband der Saarhütten, wurde zudem beschlossen, dass die Tarifparteien in Verhandlungen über einen Transformationstarifvertrag zur Gestaltung des Umbaus hin zu einer CO2-neutralen Stahlproduktion eintreten. Auch eine «Strukturanalyse der tarifvertraglichen Regelungen» sei vereinbart worden, «um gegebenenfalls vorhandene strukturelle Nachteile festzustellen und zu beseitigen». Eine wesentliche Mehrbelastung der saarländischen Stahlindustrie ergebe sich aus dem in der Branche sonst nicht üblichen Urlaubsgeld, hieß es.

Darüber hinaus wurden die Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung und Altersteilzeit verlängert. Die Laufzeit der Entgelttarifverträge endet demnach am 31. August 2022. Das Tarifgebiet umfasst neben dem Saarland auch Buderus Edelstahl in Wetzlar sowie die Badischen Stahlwerke Kehl.

© dpa-infocom, dpa:210512-99-566022/2

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